Der Belgier, der vor einem Jahr mit der Vision in Bamberg angetreten war, etwas Ähnliches wie in Antwerpen mit einem Jugendstützpunkt aufzubauen, ist wie der von ihm mitverpflichtete Trainer Roel Moors gescheitert. Das Bundesliga-Team ist - wie das Jugendkonzept - in seine Einzelteile zerfallen, die meisten Profis wie einige Talente haben Bamberg, das einmal als das Vorzeige-Ausbildungsprogramm in Deutschland galt - verlassen.

De Ryckes Verpflichtungen in der vergangenen Saison schlugen in keiner Weise ein. Vor allem die Leistungsamplituden der Spieler auf den Ausländerpositionen waren in beide Richtungen einfach zu hoch. Für langfristigen Erfolg braucht es Konstanz und die brachte De Rycke zusammen mit Trainer Roel Moors nicht ins Team.

Wenn in einem Match - wie bei der 66:80-Pleite im Februar in Vechta - die sechs Legionäre zusammen lediglich 28 Punkte erzielen, ist das trotz des schon im Vorjahr deutlich gekürzten Etats nicht akzeptabel.

Wie sagte De Rycke vor kurzem bei der Vorstellung von Johan Roijakkers: "Wenn die Resultate nicht passen, muss jeder Trainer gehen, das gelte selbst für Aito bei Alba Berlin." Diese These wendeten die Brose-Verantwortlichen um Michael Stoschek und seinem Bayreuther Berater Carl Steiner offensichtlich nun auch auf die Ergebnisse des Sportdirektors an. Roijakkers ist gewarnt. Viel Geduld hat man in Bamberg nicht.