Der personelle Umbruch bei Brose Bamberg geht weiter. Kameron Taylor wird zur neuen Saison nicht mehr zum Basketball-Bundesligisten zurückkehren. Der Verein zog wie zuvor bei Assem Marei und Tré McLean eine Ausstiegsoption in dem ursprünglich bis Sommer 2021 laufenden Vertrag mit dem 25-jährigen Flügelspieler. "Wir wollen einen größtmöglichen Neuanfang. Das heißt auch, dass wir, wenn vertraglich machbar, Kontrakte mit bestehenden Spielern auflösen. Bei Kameron ist dies möglich. Bedingt durch die Coronakrise sind wir dazu verpflichtet, alle Verträge zu durchleuchten und noch mehr auf unser Budget zu achten. Durch die Auflösung schaffen wir eine deutliche Entlastung", erklärte Brose-Sportdirektor Leo De Rycke. Kameron Taylor kam vor der letzten Saison vom ungarischen Club Pecsi VSK-Veolia nach Bamberg. Für die Oberfranken bestritt der Shooting Guard 29 Bundesligaspiele, international stand er in zwölf Partien auf dem Parkett. Im Schnitt kam er in beiden Wettbewerben auf knapp zehn Punkte pro Partie.

Auch Kay Bruhnke geht

Für Kay Bruhnke sind die Tage beim neunmaligen deutschen Meister ebenfalls gezählt. Auch beim 19-jährigen Talent zog der Verein seine im Vertrag verankerte Ausstiegsoption. Ursprünglich lief der Kontrakt noch bis 2023. Bruhnke wechselte in der Saison 2015/2016 aus Neustadt an der Waldnaab in das Nachwuchskonzept von Brose Bamberg und ging zunächst in der JBBL und NBBL auf Korbjagd. Seine Leistungen bescherten dem damals 16-Jährige zudem den Sprung in den Zweitligakader des Farmteams Baunach Young Pikes. Im November 2018 zog sich Bruhnke einen Mittelfußbruch zu, dem im Juni 2019 ein zweiter folgte. Seine bislang letzte Partie absolvierte der 19-Jährige am 18. November 2018. In den Jahren 2016 und 2017 zählte Bruhnke zum deutschen Auswahlkader bei der U16-Europameisterschaft. "Kay ist ohne Zweifel ein großes Talent. Nach seinen Verletzungen benötigt er jetzt vor allem Spielpraxis. Die können wir ihm bei uns nicht garantieren. Wir hätten ihn gerne verliehen, allerdings ließ sich das nicht realisieren. Daher blieb uns nur die Ausstiegsoption", sagte Philipp Galewski, Geschäftsführer von Brose Bamberg.red