Zum Start der Sandkerwa geht es auch in der Fußball-Bayernliga heiß her: Der FC Eintracht Bamberg empfängt heute um 18.30 Uhr im Fuchs-Park-Stadion den FC Sand zum Sandkerwa-Derby.

Die Hausherren können mit breiter Brust auftreten. In den vergangenen zwei Spielen überzeugte die Elf von Michael Hutzler mit einem 3:1-Sieg beim TSV Abtswind und einem 3:2-Erfolg im Pokal unter der Woche beim TSV Karlburg. Bereits seit fünf Spielen sind die Bamberger ungeschlagen. Das große Plus ist vor allem die Heimstärke: Im Fuchs-Park-Stadion blieben die Domreiter in der Bayernliga unbesiegt, mit insgesamt elf Punkten findet sich der Aufsteiger auf einem komfortablen siebten Platz in der Tabelle wieder.

Lange kein Sieg mehr

Weitaus prekärer ist die Lage beim FC Sand: Die Unterfranken rangieren auf Platz 16, dem vorletzten Rang. Nur fünf Punkte holte die Mannschaft von Trainer Dieter Schlereth bislang aus acht Spielen - und wartet schon seit sechs Begegnungen auf einen Sieg. Jüngst erkämpfte sich Sand gegen die DJK Ammerthal (1:1) immerhin einen Punkt und konnte so den Negativtrend von vier punktlosen Partien stoppen.

"Das Unentschieden hat uns gezeigt, dass wir auch mit unserem gebeutelten Kader etwas erreichen können", sagt der Sportliche Leiter der Sander, Erich Barfuß, um aber einzuschränken: "Wir wissen aber auch, dass es gegen den FC Eintracht schwieriger wird als gegen Ammerthal."

Die vielen ehemaligen FCE-Spieler in den Reihen der Sander wie zum Beispiel Joe Bechmann, Niklas Tscherner, Sven Wieczorek, Basti Wagner oder Ralph Thomann machen diese Begegnung noch einmal zu einem besonderen, emotionalen Highlight für beide Teams. "Wir sind aktuell voll im Soll, von daher sehe ich den Druck eher auf Seiten der Gäste. Wir möchten drei Punkte einfahren und anschließend gemeinsam mit den Gästen auf der Sandkerwa ein paar schöne Stunden verbringen", sagte der Vorstandsvorsitzende Jörg Schmalfuß.

Das Thema Sandkerwa bereitet Trainer Michael Hutzler derweil etwas Bauchschmerzen: "Die Jungs reden schon seit Wochen ständig davon. Bei aller Vorfreude vergessen sie hoffentlich nicht das Fußballspielen", sagt der Trainer und wird dabei nicht müde, die Vorzüge des FC Sand hervorzuheben. "Sie kommen über den Kampf, haben seit Jahren einen tollen Charakter in der Truppe und können auch spielerische Akzente setzen. Sand ist für mich ein hochsympathischer Verein und sollte Vorbild für viele andere Klubs sein. Dort sieht man, was mit wenigen Mitteln, aber viel Leidenschaft möglich ist. Sie schaffen es immer wieder, sich aus dem Schlamassel zu befreien."

Rugovaj wieder mit dabei

Mit Shaban Rugovaj kehrt eine Stütze des Sander Offensivspiels in den Kader zurück. In Bamberg stehen dagegen Danny Schlereth (Muskelfaserriss), André Schmitt (Achillessehnenriss), Sven Wieczorek (Beinbruch), Mert Topuz (Rotsperre) und Thomas Durst (Knieverletzung) nicht zur Verfügung.

Einige Ausfälle hat allerdings auch der FCE zu verkraften: Während Lukas Schmittschmitt nach dem Urlaub rechtzeitig wieder zurück ist, entscheidet sich erst kurzfristig, ob Tobias Ulbricht (beruflich) und Nicolas Görtler (angeschlagen) mitwirken können. Vlad Saprykin (Urlaub) und der erst ins Lauftraining eingestiegene Steffen Müller sind keine Option. red/tsc