Der oberfränkische Bezirksvorsitzende des Bayerischen Fußball-Verbands, Karlheinz Bram, gab kürzlich bekannt, dass die Stelle der Bezirks-Geschäftsstelle in Bamberg mit dem 1. Juli 2017 durch Lukas Kachelmann neu besetzt werde. Die bisherige Geschäftsstellenleiterin, Lena Wollmer, erwartet Zwillinge und geht mit dem 1. Juli in Mutterschutz.


Studium der Sportökonomie

Lukas Kachelmann, der derzeit bei der SpVgg Ebing aktiv Fußball spielt, zuvor auch beim FC Oberhaid und jahrelang beim SV Hallstadt, hat an der Uni Bayreuth sein Studium zur Sportökonomie abgeschlossen und war zuletzt noch bei Adidas beschäftigt. "Ich habe aktiv bis zur Bezirksliga gespielt - und deshalb passt es auch überragend, dass ich mich in meiner neuen Aufgabe für den Bezirk auf Verbandsebene einsetzen darf. Für mich ist es eine optimale Gelegenheit, für den Fußball etwas bewegen zu können."
Die Hauptaufgabe des Geschäftsstellenleiters des BFV-Bezirkes Oberfranken besteht darin, dass er der erste Ansprechpartner für alle oberfränkischen Vereine in Verbandsfragen ist. Er bildet zugleich die Nahtstelle der ehrenamtlichen Mitarbeiter aller Vereine und den hauptamtlichen Kräften in München, in der Zentrale des Bayerischen Fußballverbandes. "Ich werde mich darum kümmern, dass die Finanzen passen und übernehme die Buchführung. Die Zusammenarbeit mit dem Bezirksvorsitzenden Karlheinz Bram wird sehr eng sein. Ich freue mich auf die Aufgabe", sagt Kachelmann. Da er der einzige Mitarbeiter in der Geschäftsstelle ist, ist er zugleich auch "Mädchen für alles".
Angesprochen auf das derzeitige Problem im Amateurfußball vor allem im Nachwuchsbereich, das mit dem demografischen Wandel einhergeht, stellte der künftige Geschäftsstellenleiter Kachelmann fest: "Natürlich ist das auch für den Bayerischen Fußball-Verband ein riesiges Thema. Die Entwicklung merkt man ja jetzt schon, es gibt vielmehr Spielgemeinschaften. Es ist aber gut, dass es dieses Konstrukt gibt, bevor es gar nichts mehr gibt."
Die Gründung eines neuen Vereins, der aus zwei oder gar drei Vereinen gebildet wird, die aber ihre Eigenständigkeit behalten, könne ein neuer Ansatz sein. Ein positives Beispiel dafür bilde der FC Frankenwald, der vor zwei Jahren aus dem SV Grafengehaig und der SG Gösmes-Walberngrün gebildet wurde. Kachelmann meint: "Die Hauptsache ist aber, dass die Jugendlichen auch wirklich zum Fußball gebracht werden und auch dabeibleiben. In welcher Form das passiert, ist letztlich egal."