Mit einem heiß umkämpften 56:49 (30:25)-Erfolg am Samstag bei den BasCats des USC Heidelberg festigte die Mannschaft von Ulf Schabacker ihre Position und kann diese am letzten Hinrundenspieltag in 14 Tagen mit einem Sieg weiter verbessern. Dann nehmen sich der aktuelle Spitzenreiter, Grüner Stern Keltern, und der Dritte aus Heidelberg im direkten Duell gegenseitig die Punkte weg.
Davor liegt aus Sicht der Bambergerinnen das Pokal-Achtelfinale gegen die SV Halle Lions am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Stauffenberghalle) sowie die Analyse des Gastspiels am Neckar. Denn dass die DJK-Damen ihrer Teamkollegin Sandra Schrüfer dort ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk in Form eines Sieges bereiten würden, war lange Zeit unklar.
In einer intensiv geführten Partie, die Wasser auf die Mühlen der alten Weisheit goss, dass Basketball in Wellen verläuft, schenkten sich beide Seiten nichts.
Nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel (15:17) legten Jessica Miller & Co. zunächst mit einem 9:0-Zwischenspurt vor, während die Gastgeberinnen fünf Minuten ohne Punkte blieben. Nach dem Seitenwechsel das genaue Gegenteil: Bamberg musste sechs Minuten auf den ersten Korberfolg warten und geriet wieder ins Hintertreffen, ehe Lyndi Thorman die Flaute per Drei-Punkt-Spiel beendete. Zusätzlich emotionalisiert wurde der Schlagabtausch durch das verletzungsbedingte Ausscheiden der USC-Spielerin Angela Oehler, die sich im Kampf um einen freien Ball offenbar das Knie verdrehte. Die Brose-Korbjägerinnen ließen sich von der kurzzeitig aufgeladenen Atmosphäre in der Halle zwar nicht beeinflussen, das letzte Wort im dritten Viertel aber hatte der Gegner. Mit Ablauf des Angriffs versenkte Serena Benavente den einzigen Dreier ihrer Mannschaft im gesamten Spiel zum 41:37 für die BasCats.
Durch die Umstellung auf Zonenverteidigung und acht Zähler in Serie von Liisi Sokman holten die Bambergerinnen das Momentum jedoch auf ihre Seite zurück. Binnen fünf Minuten verwandelten sie einen Vier-Punkte-Rückstand in einen Neun-Punkte-Vorsprung und nutzten somit die letzte Welle der Partie. Johanna Beck, die der Zone mit ihrer Präsenz unter dem eigenen Korb viel Stabilität verlieh, sorgte mit dem Dreier zum 52:43 für die Vorentscheidung. Der Tabellendritte versuchte mit taktischen Fouls, Zeit zu gewinnen, kam aber nicht mehr in Schlagdistanz. "Wir haben im Schlussviertel mit Herz und Leidenschaft gekämpft. Unsere Defensive hat funktioniert. Dadurch lief es auch offensiv besser, und wir haben an Sicherheit gewonnen", führte Topscorerin Sokman, die elf ihrer insgesamt 16 Zähler in den letzten zehn Minuten markierte, die siegbringenden Faktoren an. Zuvor habe man sich das Leben selbst schwer gemacht. "Wir haben relativ gut verteidigt, auch wenn uns Erica Carlson unter dem Korb Probleme bereitet hat. Im Angriff hat uns die nötige Konzentration gefehlt. Wir haben den Ball nicht schnell genug bewegt und waren auch ohne Ball zu passiv", so die Estin selbstkritisch.
Daran gilt es für die Schabacker-Schützlinge zu arbeiten, ehe es am Samstag um 17.30 Uhr in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle zum Duell David gegen Goliath kommt. Im Achtelfinale des DBBL-Pokals empfängt die DJK Brose Bamberg dann den Erstligisten SV Halle Lions, der seine Generalprobe mit einer 56:82-Heimniederlage gegen den Aufsteiger aus Rotenburg gründlich verpatzte.

BasCats USC Heidelberg: Carlson (18), Benavente (10), Lummer (5), Adrion (4), Chatzitheodoros (4), Hofmann (2), Kranzhöfer (2), Meusel (2), Oehler (2), Zipser / DJK Brose Bamberg: Sokman (16), Thorman (11), Miller (7), Beck (6), Münder (4), Zeis (4), Lohneiß (3), Gröger (2), Gut (2), Ilmberger (1), Schrüfer