Bamberg — Nach wie vor ohne Pflichtspielniederlage starten die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg in den November und treffen zum Auftakt auf einen Gegner, der die ersten fünf Partien gleichermaßen für sich entschieden hat. Am Samstag (18 Uhr) gibt mit dem TSV Speyer/Schifferstadt eine Mannschaft ihre Visitenkarte in der Stauffenberg-Halle ab, die laut DJK-Cheftrainer Ulf Schabacker "über eine Reihe starker, vielseitiger und groß gewachsener Spielerinnen verfügt".

Einige von ihnen kennen Johanna Beck, Katharina Gröger, Svenja Zeis und Spielführerin Jessica Miller noch vom letzten Aufeinandertreffen beider Teams in Bamberg vor fast auf den Tag genau drei Jahren. Denn auch auf Seiten des TSV gehörten da bereits vier Spielerinnen zum Aufgebot, die auch heute noch dessen Farben vertreten.
Insbesondere Uta Gelbke, mit 19 Punkten und sieben Rebounds seinerzeit auffälligste Akteurin, ist den Gastgeberinnen dabei in Erinnerung geblieben. Eine deutliche Niederlage der Rheinland-Pfälzerinnen konnte die 27-jährige Flügelspielerin aber ebenso wenig verhindern wie Anja Jalalpoor oder Mandy Müller, während die Niederländerin Michéle Weynandt an besagtem Tag zwar im Kader, aber nicht auf dem Scoutingbogen stand. In der laufenden Saison kommt Gelbke bislang neben acht Rebounds auf durchschnittlich 16,6 Zähler pro Partie und ist damit in der siebten Spielzeit in Folge unter den drei erfolgreichsten Werferinnen ihres Clubs zu finden. Hinter ihr reihen sich mit der flexibel einsetzbaren Kanadierin Grace Fishbein (13,2 Punkte), Martina Kraus (11,2) und Mandy Müller (7,5) drei Spielerinnen mit einer Körperlänge von 1,80 m oder mehr ein. "An der Seite von Uta Gelbke und Michéle Weynandt geht von ihnen zwar die meiste Gefahr aus, sich aber nur auf diese Fünf zu konzentrieren, wird nicht reichen. Wir erwarten einen breit aufgestellten Gegner", weiß Schabacker.

Nach dem starken Auftritt in Würzburg wollen seine Schützlinge auch im ersten Heimspiel gegen einen bislang ebenfalls ungeschlagenen Konkurrenten im Rennen um die Play-offs überzeugen. Ein Team wird demnach am Samstag erstmals als Verlierer vom Parkett gehen, das andere seine Erfolgsserie fortsetzen. Gute Chancen, dass Letzteres auf die Bambergerinnen zutreffen wird, sieht die in dieser Woche 18 Jahre alt gewordene Nadjeschda Ilmberger: "Ich denke, es wird ein hartes Spiel, aber wenn wir unsere Fehlerquote gering halten und geschlossen auftreten, können wir gewinnen." Von ihrem eigenen Werdegang ist die junge Centerspielerin selbst ein wenig überrascht, "wenn man bedenkt, dass ich ein Jahr lang nicht wirklich trainiert habe".

"Sind echte Einheit geworden"

Umso glücklicher sei sie über die Chancen, die das Trainergespann ihr und ihren jungen Kolleginnen gibt. "Ich fühle mich sehr wohl. Wir sind in den letzten Wochen zu einer echten Einheit geworden", beschreibt Ilmberger, die im letzten Heimspiel gegen Trier 13 Punkte und 14 Rebounds auflegte, das Klima innerhalb der Mannschaft. Wie die weiteren Doppellizenzspielerinnen der DJK Brose wird das Geburtstagskind der Woche am Samstagnachmittag zunächst allerdings für den Kooperationspartner aus Kemmern in der Regionalliga gegen Jahn München auflaufen. Präsentiert wird das dritte Heimspiel der Saison von den Mediengruppe Oberfranken Druckereien.
DJK Brose Bamberg: Beck, Dorberth, Duckarm, Gut, Gröger, Ilmberger, Landwehr, Lohneiß, Miller, Münder, Schrüfer, Sokman, Thorman, Zeis