Setzt sich das Wechselspiel im Kampf um Platz 2 in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West auch am 23. Spieltag fort? Nicht unbedingt anzunehmen, denn der Dritte SpVgg Ebing muss beim Ersten TSV Sonnefeld Farbe bekennen. Der FC Oberhaid (Platz 2) ist im Derby beim TSV Schammelsdorf (12.) zu Gast und der TSV Ebensfeld (4.) misst sich mit dem SV Merkendorf (7.).
TSV Schammelsdorf -
FC Oberhaid

Nach dem 0:1 beim FC Mitwitz stecken die Schammelsdorfer weiter im Abstiegskampf. Die Schützlinge von TSV-Spielertrainer Dominik Kauder haben zwar Heimvorteil, doch sie treffen auf das Topteam im neuen Jahr. Die Oberhaider Akteure von Trainer Alex Stretz strotzen nur so von Selbstvertrauen, gewannen sie doch alle ihre vier Punktspiele 2017 mit einem Torverhältnis von 15:2. Marcel Kutzelmann ragt mit 22 Treffern und sieben Torvorlagen in dieser Saison bisher heraus. Gegen den TV Ebern (6:1) hat er sich mit drei Toren eingeschossen. Den zweiten Platz will der FCO, der schon das Hinspiel mit 4:1 gewonnen hat, festigen. Stretz sagt: "Wir haben unser erklärtes Ziel mit den 40 Punkten nun erreicht, werden uns aber darauf nicht ausruhen. So wollen wir auch in Schammelsdorf nicht leer ausgehen. Ich gehe von einem sehr engen Derby aus." Coach Kauder meint: "Wir treffen auf die aktuell formstärkste Truppe. Oberhaid ist nicht nur offensiv brutal stark, sondern stellt mit 21 Gegentoren die zweitbeste defensive Mannschaft der Liga. Wir erwarten also einen Gegner, der vor Selbstvertrauen strotzt und auswärts den nächsten Dreier einfahren möchte. Wir werden aber versuchen, unsere guten Heimauftritte zu bestätigen. Vom Personal her können wir fast aus dem Vollem schöpfen."
TSV Ebensfeld -
SV Merkendorf
Die Startphase des TSV Ebensfeld 2017 erinnert an den Saisonbeginn. Auch da fanden die Gunreben-Schützlinge erst sehr spät in die Spur. Immerhin reichte es für den TSV bislang zu fünf Zählern in vier Begegnungen. Enttäuschend auf jeden Fall das magere 0:0 jüngst bei der abstiegsbedrohten SpVgg Stegaurach. Platz 2 ist noch in Reichweite. Mit den Merkendorfern stellt sich im Derby ein Gegner vor, der sich in der Erfolgsspur befindet. Seit Thomas Schulz das Kommando bei den Gästen übernommen hat, ging es mit dem SVM steil nach oben. Seit sieben Runden ist er an Bord und führte die "Schwarz-gelben" mit sechs Siegen aus der Abstiegszone. Lediglich gegen den TSV Sonnefeld setzte es eine 2:3-Niederlage. Die Merkendorfer präsentieren sich als Einheit, auch wenn schon feststeht, dass acht Akteure den Verein zum Saisonende verlassen werden. - Hinspiel: 1:1
DJK Don Bosco Bamberg II -
TSV Marktzeuln
Nach dem 1:3 in Merkendorf hat die Bayernliga-"Zweite" weiter 31 Punkte und einen Mittelfeldplatz in der Tabelle. Doch die Jungs von Trainer Jupp Nagel dürfen sich noch nicht in Sicherheit wiegen, müssen und wollen auch punkten. Dies ist auch das Gen jener spielstarken und technisch versierten Elf, die zudem das Spiel nach vorn bevorzugt. Das aber reißt nicht selten Löcher in die Abwehr, was 41 Gegentore der DJK zeigen. So geht es gegen die Marktzeulner zum einen darum, eine gute Abwehrarbeit anzubieten, und zum anderen, vorn die Chancen zu nutzen. Nach einer langen Durststrecke - sieben Partien ohne Sieg - und dem Absturz auf Rang 14 kommen die Gäste mit einem 4:0-Erfolgserlebnis gegen den TSV Breitengüßbach nach Wildensorg. An diese geschlossene Mannschaftsleistung wollen nun die Kellner-Schützlinge anknüpfen. - 3:2
TSV Sonnefeld - SpVgg Ebing
Nur mit einem 1:1 beendeten die Ebinger ihr Heimspiel gegen Mönchröden. Morgen wären die Dumpert-Schützlinge mit einer Punkteteilung durchaus zufrieden, denn sie treten bei der besten Mannschaft der Liga an. Schwer zu verdauen war für die Mannen von TSV-Spielertrainer Bastian Renk jüngst sicher die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison mit 0:2 beim abstiegsgefährdeten ASV Kleintettau, mit zehn Gelben und zwei Roten Karten zudem eine sehr farbige Partie. Die Gäste werden sich in ihrer Außenseiterrolle nicht unwohl fühlen, wollen kompakt in der Defensive auftreten, um einen Rückstand zu verhindern. Vorn werden es Jan Dippold & Co. sehr schwer haben, den Abwehrriegel der Hausherren zu knacken. - 2:0
TV Ebern -
FSV Unterleiterbach
Mit sechs Punkten in vier Partien hat der abstiegsgefährdete FSV Unterleiterbach die Relegationsplätze verlassen können. Heute bietet sich den Jefkay-Schützlingen die große Chance, sich mit weiteren drei Punkten auszustatten. Die Eberner sind mit nur sieben Zählern abgeschlagenes Tabellenschlusslicht. Die jüngste 1:6-Schlappe in Oberhaid wird das Selbstbewusstsein des TVE nicht gesteigert haben. Der FSV darf sich diese Siegchance nicht selbst kaputtmachen, muss also ebenso wie beim 3:2 jüngst gegen Bosporus Coburg alle Register seines Könnens ziehen. - 0:4
TSV Breitengüßbach -
ASV Kleintettau
Die nächste herbe Enttäuschung setzte es für die Breitengüßbacher, als sie mit einer 0:4-Niederlage aus Marktzeuln zurückkehrten. So klar aber, wie es das Ergebnis aussagt, waren die Rollen nicht verteilt, vorgeführt wurden Herl, Mayer & Co. nicht. Der TSV wartet aber weiter auf das erste Erfolgserlebnis seit Wochen. Gegen den Mitaufsteiger aus Kleintettau kommt es nun zum nächsten Treffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt spielen. Die Gäste kommen mit der Empfehlung eines völlig unerwarteten 2:0-Sieges über den Spitzenreiter aus Sonnefeld. Die Herl-Schützlinge jedoch sind unbedingt gewillt, die Punkte zu Hause zu behalten. - 2:2
SV Bosporus Coburg -
SpVgg Stegaurach
Kann die SpVgg Stegaurach auch in Coburg Bonuspunkte sammeln? Dies jedenfalls gelang den Mannen von Trainer Mathias Ganzmann beim 0:0 gegen den favorisierten TSV Ebensfeld. Verdient war dieses Ergebnis, was nichts anderes heißt: Die SpVgg lieferte eine starke Defensivleistung ab. Dies wird nun auch gegen den SV Bosporus Voraussetzung sein, damit der Tabellenvorletzte aus seiner Außenseiterrolle heraus überraschen kann. Der türkische Verein hat einige sehr torgefährliche Leute in seinen Reihen, die es jedem Gegner schwermachen können. Einen weiteren Punktgewinn erhoffen sich die Gäste, um an den Relegationsrängen dranzubleiben. - 4:0