Im Achtelfinale des DBBL-Pokals treffen die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Samstag um 17.30 Uhr in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle auf den Tabellenvierten der höchsten deutschen Spielklasse, die SV Halle Lions. Als sich beide Mannschaften vor zweieinhalb Monaten im Zuge der Vorbereitung begegneten, war die Partie bereits nach dem ersten Viertel entschieden. Einen Fehlstart wie damals wollen Jessica Miller & Co. diesmal unbedingt vermeiden.

"Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten", gibt Headcoach Ulf Schabacker die Marschroute vor. "Uns ist bewusst, dass wir dafür an unsere Grenzen gehen müssen. Aber wir werden uns vor der Bundesliga-Mannschaft nicht einfach so ergeben, auch wenn sie größer, robuster und auf den Ausländerpositionen stärker besetzt ist." Das Gros an Athletik bringt dabei trotz ihrer inzwischen 30 Jahre Tiffany Porter-Talbert in die Truppe der Lions. 13 Punkte, zehn Rebounds sowie je drei Vorlagen und Ballgewinne beträgt die durchschnittliche Ausbeute der US-Amerikanerin, die in der Vergangenheit mit dem Branchenprimus aus Wasserburg Meisterschaft und Pokal gewonnen und 2011 den Titel der "wertvollsten Spielerin" der Damen-Basketball-Bundesliga eingeheimst hat.

Zweitbeste Werferin in Reihen der Hallenserinnen ist die deutsche Nationalspielerin Laura Hebecker. Die 21-Jährige kommt ebenso regelmäßig auf einen zweistelligen Wert wie US-Centerin Mekia Valentine und deren Landsfrau auf der Spielmacher-Position, Jasmine Newsome.

Cheftrainerin Jennifer Kerns sah sich jüngst mit ihrem Team, obwohl als Vierter im Soll, herber Kritik ausgesetzt. Nach der höchsten Heimniederlage in der Bundesliga-Geschichte der Lions (56:82 gegen Aufsteiger Rotenburg) stellte die Mitteldeutsche Zeitung gar die Qualität des Kaders infrage. Um die wissen die Bambergerinnen jedoch und erwarten daher einen Kontrahenten, der nach missglückter Generalprobe auf eine gelungene Premiere hinarbeitet. Zumal die Saalestädterinnen noch eine andere Scharte auszuwetzen haben, nachdem sich beide Clubs vor drei Jahren schon einmal im Pokal-Achtelfinale in der Graf-Stauffenberg-Halle gegenüberstanden. Damals sorgten die DJK-Damen um Topscorerin Jessica Miller (21 Punkte) für einen Paukenschlag und warfen den Erstligisten aus dem Rennen. Wenngleich das Trainingsaufgebot aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen in dieser Woche etwas ausgedünnt war, verspricht Schabacker den Fans auch für den Versuch, die Geschichte zu wiederholen, einen leidenschaftlichen Kampf: "Wir wollen mit Herz und Seele verteidigen, Druck auf die Offensive des Gegners ausüben und keine einfachen Punkte zulassen."