Die Brose Baskets ließen auch im Spitzenspiel gegen Ludwigsburg am Sonntag nichts anbrennen und feierten trotz der Doppelbelastung aus Euroleague und Bundesliga einen verdienten 79:64 (43:32)-Erfolg gegen den Tabellenvierten. In der nationalen Liga ist die Mannschaft von Erfolgstrainer Andrea Trinchieri nun schon seit 17 Partien unbesiegt und steuert mit Riesenschritten dem ersten Platz, der in den Play-offs in allen Runden Heimrecht garantiert, entgegen.

"Wir mussten kämpfen, haben aber gegen eine starke Ludwigsburger Mannschaft clever gespielt. Obwohl wir drei Spiele in einer Woche hatten, haben wir eine ausgezeichnete Leistung gebracht. Wir hatten im zweiten und vierten Viertel einen Lauf, konnten uns dadurch absetzen und den Sieg einfahren. Insgesamt bin ich mit unserer Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Wir spielen eine herausragende Saison. Ich bin einfach glücklich", kommentierte Trinchieri den Erfolg und freut sich schon auf Donnerstag, wenn um 20.45 Uhr in der Frankenhölle der nächste Euroleague-Kracher gegen ZSKA Moskau steigt.

Nach einer tollen Choreografie des Fanclubs Sektion Südblock anlässlich des 60. Jubi-läums des Bamberger Basketballs starteten die Brose Baskets unkonzentriert und aufgrund der Energieleistung am Donnerstag beim 84:79-Erfolg gegen Khimki Moskau auch etwas müde in die Partie. Ballverluste und Schwächen im Rebound ermöglichten Jon Brockman und seinen Mitstreitern immer wieder zweite Wurfchancen.



Der erste 13:0-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels, an dem Nikos Zisis maßgeblich beteiligt war, ermöglichte aber dem deutschen Meister einen 33:25-Vorsprung, der bis zur Pause in den zweistelligen Bereich ausgebaut wurde. Im dritten Viertel kämpften sich die Schwaben noch einmal auf vier Punkte heran, doch bis zum Viertelende stellten Zisis und der mit viel Energie zu Werke gehende Daniel Theis die Verhältnisse wieder klar (60:47). Nach einem weiteren 13:0-Lauf war Mitte des Schlussviertels (75:52) die Partie entschieden.


Verteidigung steht

Obwohl die Ludwigsburger insgesamt 19 Offensiv-Rebounds einsammelten und so stattliche 15 Würfe aus dem Feld mehr zu Buche stehen hatten, waren sie chancenlos. Denn sie bekamen gegen die aggressive Bamberger Verteidigung kaum einmal einen offenen Wurf. "21:11 Assists zeigen, dass die Bamberger den Ball wesentlich besser bewegt haben. Ich bin aber dennoch stolz, wie mein Team gekämpft hat", betonte Ludwigsburgs Trainer John Patrick.
"Die Partie gegen Khimki hat uns mental und im physischen Bereich viel Kraft gekostet. Wir waren ein bisschen leer. Aber im zweiten Viertel und in der zweiten Halbzeit haben wir uns gefunden. Wir wollen in der deutschen Liga daheim jedes Spiel gewinnen. Das ist uns erneut gelungen", freute sich Center Leon Radosevic über den 13. Heimsieg der Saison.


Die Statistik

Brose Baskets Bamberg - MHP Riesen Ludwigsburg 79:64
(19:22, 24:10, 17:15, 19:17 )
Bamberg Strelnieks (13 Punkte/1 Dreier), Theis (13/1), Zisis (11/1), Heckmann (10/2), Harris (8), Miller (7/1), Wanamaker (6), Melli (4), Radosevic (4), Staiger (3/1), Obst
Ludwigsburg Munoz (14/2), Trice (11/1), Waleskowski (9), Huff (9/1), Brockman (8), O'Neale (7/1), Loesing (3), Johnson (3), McCray, McNaughton
SR Rodriguez, Krause, Frölich
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 47 Prozent (25 Treffer/53 Versuche), Ludwigsburg 35 (24/68)
Dreierquote Bamberg 30 Prozent (7/23), Ludwigsburg 22 (5/23)
Freiwurfquote Bamberg 73 Prozent (22/30), Ludwigsburg 73 (11/15)
Rebounds Bamberg 41 (28 defensiv/13 offensiv), Ludwigsburg 37 (18/19)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/13, Ludwigsburg 7/11
Assists Bamberg 21 / Ludwigsburg 11
Fouls Bamberg 20 / Ludwigsburg 25