Zu Beginn der Saison 2014/15 verpflichteten die Würzburger Kickers Bernd Hollerbach als Trainer. Seitdem ging es mit den Unterfranken steil nach oben. Im vergangenen Jahr besiegten sie in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und schafften am Saisonende als Regionalliga-Meister den Aufstieg in die 3. Liga. Vor dem Achtelfinalspiel im BFV-Verbandspokal am Dienstagabend (19 Uhr) beim FC Eintracht Bamberg stellte sich der 45-jährige Ex-Profi unseren Fragen.

Welchen Stellenwert hat der Verbandspokal für die Kickers?
Bernd Hollerbach: : In der abgelaufenen Saison hatten wir uns als bayerischer Amateurmeister für den DFB-Pokalwettbwerb qualifiziert. In dieser Saison müssten wir in der 3. Liga unter die ersten Vier kommen, um das zu schaffen. Aus diesem Grund nehmen wir den Verbandspokal sehr ernst.
Wir wollen ihn gewinnen und uns so wieder für die erste Hauptrunde qualifizieren. Für uns ist das ein wichtiger Wettbewerb, denn da geht es um nationale Reputation, aber eben auch um Geld. Wir haben in den letzten zwei Jahren gegen Fortuna Düsseldorf, Eintracht Braunschweig und Werder Bremen tolle Spiele gehabt. Wir haben Würzburg damit wieder auf die große Landkarte des deutschen Fußballs gebracht, das hat der ganzen Region gut getan. Daran wollen wir wieder anknüpfen.

Haben Sie Ihren heutigen Gegner beobachten lassen?
Nein. Aber Bamberg ist ein unangenehmer Gegner. Die Eintracht hat schon in der letzten Saison gegen uns defensiv tief gestanden, damit hat sie uns das Leben schwer gemacht. Das wird uns wieder erwarten. Wir müssen daher zusehen, dass wir das Tempo hoch halten und natürlich auch Tore machen. Ich weiß, dass die Bamberger auf der Torwartposition Probleme haben, weil sich vier Keeper verletzt haben. Das ist für die Bamberger natürlich unglücklich. Außerdem haben sie sich den Saisonstart sicher anders vorgestellt. Wir werden sie aber nicht unterschätzen. Unser Anspruch ist es, weiterzukommen. Wir sind der Favorit, und dieser Rolle wollen wir gerecht werden. Dementsprechend werden wir auftreten.
Werden Sie in Bestbesetzung antreten, oder gönnen Sie dem ein oder anderen Stammspieler eine Pause?
Im Moment sind alle fit. Bestbesetzung heißt bei uns, dass alle Spieler im Kader sind. Wir haben einen guten Kader, und die, die spielen, werden Vollgas geben. Da bin ich mir sicher.

Am vergangenen Wochenende hat Ihr Team nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge bei Fortuna Köln den dritten Saisonerfolg eingefahren und erstmals drei Tore in einer Partie erzielt. Sind die Kickers jetzt endgültig in der 3. Liga angekommen?
Wir sind schon länger in der Liga angekommen. Ich war nur mit einem Spiel nicht zufrieden, das war zuhause gegen Halle. Diese Niederlage war unnötig. Ansonsten haben wir immer eine gute Leistung gezeigt. Wir sind konkurrenzfähig, keine Frage. Aber wir sind auch ein Aufsteiger und haben einige Spieler, die sich an das Tempo und die Wucht in der 3. Liga erst noch gewöhnen müssen. Daran arbeiten wir. Das wird jedoch von Woche zu Woche besser. Ich denke, dass wir eine gute Rolle spielen werden und für alle Gegner unangenehm sind und bleiben.