Die Baunach Young Pikes haben in der 2. BasketballLiga ProA gegen den Aufstiegskandidaten SC Rasta Vechta die Überraschung nicht geschafft und die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Fabian Villmeter verlor am Freitagabend vor 910 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle mit 59:76 (30:34). Bereits am morgigen Sonntag steht für die Baunacher in Paderborn die nächste Partie an.

Das gestrige Heimspiel begann mit einer Schrecksekunde für die Young Pikes. Bereits im ersten Angriff knickte Andi Obst mit dem rechten Fuß um und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Da auch Johannes Thiemann wegen seiner Kapselverletzung im Knie ausfiel, musste Villmeter gleich auf zwei Leistungsträger verzichten. Dennoch erwischten die Hausherren den besseren Start und lagen nach drei Minuten mit 10:3 vorne.
Dann aber verteidigten die Niedersachsen besser, erarbeiteten sich zudem beim Rebound die Überlegenheit und gestalteten die Partie bis zum Ende des ersten Viertels ausgeglichen (21:20).

Im zweiten Abschnitt waren die Baunacher dann zunächst völlig von der Rolle. 5:50 Minuten gelang ihnen kein Korberfolg. Allerdings hatten sie Glück, dass Vechta die Gunst der Stunde nicht nutzen konnte und in der Offensive selbst einige Male unkonzentriert agierte. Beim Stand von 21:30 beendete Daniel Schmidt mit einem Dreier die Durststrecke, und dank zwei weiterer erfolgreicher Distanzwürfe von Dino Dizdarevic war für die Gastgeber zur Pause wieder alles drin (30:34).

Doch auch nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Young Pikes einige Aussetzer. Mit Fastbreaks gelangen den Gästen etliche leichte Punkte. Mit einem 16:1-Lauf setzte sich Vechta bis auf 18 Punkte ab (37:55, 26. Min.). Das Baunacher Team fing sich dann aber und kämpfte sich bis zum Viertelende wieder auf 51:63 heran.
Die Baunacher zeigten Moral und stemmten sich auch im Schlussabschnitt mit aller Macht gegen die drohende Heimniederlage. Dank einer deutlich verbesserten Reboundarbeit gestatteten sie ihrem Gegner kaum noch zweite Wurfchancen und verkürzten den Rückstand in den einstelligen Bereich (57:65, 34. Min.). Aber da sie in der Offensive an diesem Abend einfach keinen Rhythmus fanden, schafften es die Young Pikes nicht mehr, den Gegner noch einmal unter Druck zu setzen. Im Gegenteil: Vechta setzte sich in den Schlussminuten wieder ab und landete am Ende einen ungefährdeten Sieg.

Am Sonntag (17 Uhr) stehen die Young Pikes bei den Finke Baskets Paderborn, die gestern überraschend Spitzenreiter Gotha mit 73:67 besiegt haben, vor keiner einfachen Herausforderung.Teammanager Jörg Mau-solf erklärte: "Paderborn befindet sich mit uns auf Augenhöhe, aber in der ausgeglichenen ProA sind Auswärtsspiele schwierig." Vor allem Chase Adams gilt es aus Sicht der Grün-Weißen zu stoppen. Der Aufbauspieler erzielt im Schnitt 17,1 Punkte und trifft dabei mit knapp 44 Prozent hochprozentig aus der Distanz. Zudem legt der US-Amerikaner 5,3 Assists auf. Vor dem Doppelspieltag haben die Finke Baskets personell nachgelegt und am Freitag Center Nick Schneiders als Neuzugang vorgestellt. Der 2,21-Meter-Mann absolvierte für Braunschweig und Bremerhaven in den vergangenen fünf Serien insgesamt 159 Erstligapartien. Der 31-Jährige hatte sich zuletzt bei den Paderbornern fit gehalten.
Baunach Young Pikes: Schmidt (15 Punkte/3 Dreier), Dizdarevic (13/3), Nikolic (13/2), Müller (6), Kratzer (6), Taras (6), Obst, Kulboka, Dumars, Sanders, Kunz / Rasta Vechta: Standhardinger (18), Medlock (18/3), Griffin (10/2), Allen (9), Dunbar (8/2), Young (7/1), Reid (4), Mackeldanz (2), Franke, Lawson / Zuschauer: 910