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Basketball

Bamberger lassen nichts anbrennen

Mit einem 100:82-Start-Ziel-Sieg über Vechta sichert sich das Brose-Team Platz 3 in der Gruppe B des Finalturniers. Am Donnerstag wartet im Viertelfinalhinspiel Oldenburg auf die Franken.
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Duell der beiden Topscorer:  Jordan Crawford (rechts), mit 21 Punkten bester Bamberger Werfer, lässt sich von Vechtas Trevis Simpson (28 Punkte) nicht stoppen. Foto: Daniel Löb/Pool via Heiko Becker/HMB Media
Duell der beiden Topscorer: Jordan Crawford (rechts), mit 21 Punkten bester Bamberger Werfer, lässt sich von Vechtas Trevis Simpson (28 Punkte) nicht stoppen. Foto: Daniel Löb/Pool via Heiko Becker/HMB Media
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Zwei Tage Erholung brachte den Bamberger Bundesliga-Basketballern der 100:82 (85:40)-Erfolg gegen Rasta Vechta am Montagabend, mit dem die Männer von Trainer Roel Moors die Gruppe B als Dritter beendeten. "Wir haben den nächsten Schritt gemacht. Wir wollten gewinnen, das war okay", sagte der Coach zum Spiel. Am Donnerstag (20.30 Uhr) treffen die Oberfranken im ersten von zwei Viertelfinalspielen auf Oldenburg. Vechta als siegloser Gruppenletzter muss bereits am Dienstag gegen Crailsheim um Platz 9 ran.

Die Frankfurter sahen aus dem Spielerhotel zu, wie Bamberg für sie das Viertelfinalticket löste. Die Hessen treffen am Mittwoch auf den ungeschlagenen Ersten der Gruppe A, Ratiopharm Ulm.

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Bundesliga

Brose Bamberg - Rasta Vechta 100:82 (32:19, 26:21, 15:21, 27:21) Die Franken erwischten unter den Augen von Hauptsponsor Michael Stoschek, dessen Sohn Maximilian, Aufsichtsrat Carl Steiner und Arne Dirks, Geschäftsführer der Bamberger Basketball GmbH, einen guten Start und führten nach nicht einmal vier Minuten bereits zweistellig (16:5). Rasta-Coach Pedro Calles nordete in einer Auszeit sein auf neun Spieler dezimiertes Team neu ein. In der Folge hielten die Niedersachsen besser mit (18:10), ehe Jordan Crawford per Dreier, Christian Sengfelder und Kameron Taylor mit drei Freiwürfen für ein 16-Punkte-Polster (26:10) sorgten. Von einem kleine Rasta-Zwischenspurt von Trevis Simpson und dem nachverpflichteten Polen Jaroslaw Zyskowski zum 17:28 ließen sich die Franken nicht aus dem Konzept bringen und führten zum Viertelende mit 32:19. Bis dahin hatten die Bamberger bereits elf Freiwürfe herausgeholt, die sie allesamt verwandelten. Nur der Ausfall von Tré McLean, der mit einer Knieverletzung raus musste, trübte die bis dahin gute Vorstellung.

Verlass auf die Abwehr

Die Abwehr der Bamberger stand in den zweiten zehn Minuten weiter gut, ließ fast drei Minuten keinen Punkt zu. Die Angriffe wurden nun angesichts der hohen Führung (37:19) etwas fahrig, die Ballverluste und schlechten Abschlüsse häuften sich. Vechta verkürzte auf 31:40 (16.), da der Slowene Matic Rebec und Zyskowski nicht unter Kontrolle gebracht wurden.

Topscorer Crawford (21 Punkte, 13 bis zur Pause), Sengfelder und der 19-jährige Moritz Plescher per Dreier sorgten schnell wieder für klare Verhältnisse. Bis zur Pause (58:40) hatte Brose-Trainer Moors bereits alle zwölf Spieler aufs Feld geschickt. Nelson Weidemann sah vor der zweiten Hälfte noch Verbesserungspotenzial. "Mit dem Ball sind wir etwas fahrlässig umgegangen", sprach der 21-Jährige die bis dahin sieben Ballverluste an, deren Anzahl bis zum Ende auf 15 anwuchs.

Vechta lässt alles auf dem Feld

Würden die nimmermüden Rastaner noch einmal zurückkommen? Der Wille der Calles-Mannen war da. Sie warfen sich nach jedem Ball, doch in der Offensive gelang ihnen nicht viel. Auf Brose-Seite war aber ebenso viel Sand im Getriebe. Es dauerte dreieinhalb Minuten bis zu den ersten Bamberger Punkten in Hälfte 2. Nach dem 69:48 durch Taylors dritten Dreier (27.) riss der Faden völlig, auch weil Moors zwischenzeitlich ein Jugend-forscht-Team aufs Feld geschickt hatte.

Vechta kam bis zum Schlussabschnitt auf zwölf Zähler heran, da Trevis Simpson seine Punkte (28 insgesamt) zu einfach erzielte. Der Amerikaner, der beim Sieg seines Teams in Bamberg zum Brose-Alptraum wurde, markierte das 65:75.

Die Brose-Startformation antwortete mit einem 12:0-Lauf. Beim 87:65 (35.) war die Messe gelesen. Bei den Bambergern punkteten bis auf Kapitän Elias Harris, der leicht angeschlagen war und nur dreieinhalb Minuten zum Einsatz kam, alle Akteure. "Harris und McLean werden am Donnerstag spielen können. Ich wollte aber kein Risiko eingehen”, blickte Moors voraus. Sengfelder sah einen Schritt in die richtige Richtung. "Nur gegen die Physis von Vechta im dritten Viertel hätten wir besser dagegenhalten können", fand der Power Forwart ein Haar in der Suppe.

Spieler des Spiels

Assem Marei lieferte eine starke Partie ab. Vor allem von der Freiwurflinie (vier von vier) zeigte sich der 27-jährige Center stark verbessert. Zehn Rebounds, vier davon im Angriff, fischte sich der erfahrene Ägypter von den Brettern. Von seinen guten Anspielen profitierten dreimal seine Mitspieler. Da waren zwei Ballverluste zu verschmerzen.

Die Basketball-Statistik

Bamberg Crawford (21 Punkte/4 Dreier), Sengfelder (18/2), K. Taylor (14/3), Marei (10), Obasohan (9), Seric (6/1), Heckel (5/1), McLean (5/1), Weidemann (5/1), Lee (4), Plescher (3/1), Harris Vechta Simpson (28/2), Rebec (16/3), Herkenhoff (10/2), Zyskowski (10/1), Wainright (9), Reischel (6/2), van Slooten (2), DiLeo (1), Kessens SR Straube, M. Reiter, Madinger Gesamtwurfquote Bamberg 52 Prozent (34 Treffer /65 Versuche), Vechta 44 (29/66)

Dreierquote Bamberg 44 (14/32), Vechta 29 (10/34) Freiwurfquote Bamberg 95 Prozent (18/19), Vechta 67 (14/21) Rebounds Bamberg 40 (30 defensiv/10 offensiv), Vechta 28 (20/8) Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/15, Vechta 9/11

Assists Bamberg 21 / Vechta 19 Fouls Bamberg 20 / Vechta 20

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