Den Wechsel gab das Management der Bundesligamannschaft am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Die 27-Jährige schloss 2011 ihren Master-Studiengang in "International Business" an der Griffith University im australischen Brisbane ab und kehrte Anfang des Jahres nach Deutschland zurück. Von Januar bis April zählte Annika Lohneiß zum Kreis der Mannschaft, die mit fünf Siegen aus den letzten fünf Hauptrundenspielen den Abstieg abwendete und nach dem Rückzug des BV Wolfenbüttel sogar in die Playoffs rutschte.

An die Begeisterung im Umfeld, die auch durch die starken Auftritte gegen den späteren Meister aus Wasserburg aufkam, möchte die neue Geschäftsführerin laut der Mitteilung mit ihrer Arbeit anknüpfen.

"Das Saisonfinale vor über 1.000 begeisterten Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle hat eindrucksvoll gezeigt, welch großes Potenzial auch der Damen-Basketball im basketballverrückten Bamberg besitzt. Mit einer spielstarken Mannschaft, kreativen Ideen sowie der Unterstützung von Partnern und Sponsoren wollen wir darauf aufbauen und ein attraktives Gesamtpaket bieten. Denn um uns fest in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren zu können, ist eine Erhöhung des Etats unbedingt notwendig", will Lohneiß die Professionalisierung des Programms weiter vorantreiben.

Die Nähe zum Team sieht die 27-Jährige, die mit den bereits in Bamberg weilenden Spielerinnen die Saisonvorbereitung bestreitet, als Vorteil. Im Bedarfsfall könnte sie den Kader auf Abruf ergänzen, aber "der Fokus liegt ganz klar auf meiner Tätigkeit als Geschäftsführerin. Es wird und muss eine ganz klare Trennung zwischen Wirtschaftlichem und Sportlichem geben. Wir stehen auch im zweiten Erstliga-Jahr vor großen Herausforderungen. Ich freue mich, dass mir das Vertrauen geschenkt wird und möchte es mit positiven Ergebnissen zurückzahlen".

Momentan stehe für Lohneiß, die zuletzt als Beraterin in der Marktforschung bei einem Nürnberger Unternehmen tätig war, neben der Sponsorenakquise und Maßnahmen-Planung die Komplettierung des Kaders in Zusammenarbeit mit Headcoach Steffen Dauer auf der Agenda. Ergebnisse sollen die nächsten Tage bringen.

Die neue Spielzeit beginnt für die Bamberger Korbjägerinnen am 28. September mit dem sogenannten "Season Opening" in Oberhausen und dem Auftaktmatch gegen Freiburg.