Weshalb der 40 Jahre alte Fahrer eines Peugeot-Kastenwagens am Montagmorgen ungebremst in das Heck eines stehenden Lastwagens fuhr, war für die Polizei auch Stunden nach dem Unfall noch ein Rätsel. Alkohol jedenfalls war nicht im Spiel. Das konnte der neue Chef der Verkehrspolizei Bamberg, Werner Schnödt, auf Anfrage unserer Zeitung ausschließen.
Was sonst zu dem schweren Unfall geführt hat, muss also noch ermittelt werden. Passiert ist Folgendes: Ein Lastwagenfahrer, der von Pettstadt kommend in Richtung Hirschaid unterwegs war, hatte eine Panne. Er stellte sein Fahrzeug auf der rechten Fahrspur der Bundesstraße 505 ab, schaltete die Warnblinkanlage ein und sicherte das Fahrzeug ab.


Wie durch ein Wunder überlebt

Eine ganze Reihe von Fahrzeugen passierte problemlos die Stelle, an der das Fahren in Richtung Süden auf zwei Spuren gestattet ist. Gegen 7.30 Uhr näherte sich dann ein 40-Jähriger aus dem Landkreis Bautzen. Der Mann scheint den Pannen-Lastwagen nicht bemerkt zu haben. Die Polizei geht davon aus, dass sein Auto völlig ungebremst in das Heck des Lkw gerast ist. An dieser Stelle der B505 sind 100 Stundenkilometer erlaubt.

Feuerwehr und Rettungsdienst bargen den Mann aus seinem völlig zerstörten Peugeot. Beim Anblick des Wracks kann man sich kaum vorstellen, dass der Mann den Unfall überlebt hat.

Er wurde zwar schwer verletzt, aber nicht lebensgefährlich, berichtet die Polizei. Der Sachschaden am Peugeot und am Lastwagen, an dem die Hinterachse stark beschädigt wurde, beträgt nach ersten Schätzungen 55.000 Euro.

Alle Autofahrer, die am Montagmorgen auf der B505 unterwegs waren, mussten sich in Geduld üben: Bis zu eineinhalb Stunden verzögerte sich ihre Fahrt, weil die Straße wegen der aufwendigen Bergung des Lastwagens komplett gesperrt werden musste.