Der oberfränkische Wettbewerb von "Schüler experimentieren", der Juniorsparte von Jugend forscht, ist entschieden. In der Dr. Stammberger-Halle wurden die besten Projekte von insgesamt 123 Teilnehmern in den verschiedenen Fachbereichen gekürt. Nach intensiven Begutachtungen der Stände und Befragungen der Jungforscher waren sich die Juroren, Vertreter der Universitäten, der Wirtschaft und der Schulen, einig.
Die Regierungspräsidentin und Co-Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, Heidrun Piwernetz, zeigte sich begeistert: "All die jungen Forscher sind Oberfrankens kreative Leistungsträger von morgen. Mit viel Eigeninitiative, Spaß und Ideenreichtum stürzen sich die jungen Forscher auf ihre Projekte und schaffen so interessante Forschungsergebnisse oder erstaunliche Erfindungen. Ihre Arbeiten machen Türen in die Zukunft auf."
Mit der "Digital Nanny" haben Carolina Bickel, Kiara da Silva Amorim und Maxine Müller bereits im letzten Jahr den Regionalsieg im Fachbereich Mathematik/Informatik gewonnen. Dieses Jahr haben die Schülerinnen der 9. Klasse des Franz-Ludwig-Gymnasiums die Jury mit ihrer Weiterentwicklung ihres Projektes, der "Digital Nanny 2.0" , überzeugen können und gewannen Gold: den ersten Platz (Regionalsieg) im Fachbereich Mathematik/Informatik. In Kooperation mit der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik in Bamberg, die extra einen Jugend-forscht-Helpdesk eingerichtet hat, haben die drei Erfinderinnen eine App programmiert, mit der audiovisuelle Signale der zu betreuenden Person erkannt werden und zielgenau auf die Bedürfnisse reagiert werden kann, zum Beispiel durch Lichtspiel, Musik oder Bewegung. Emoticons zeigen die digital bestimmten Eindrücke des Babys an und ermöglichen eine passgenaue Reaktion des Betreuers.
Oberstudiendirektor Rainer Herzing freute sich zudem über den auf der Bühne an das Franz-Ludwig-Gymnasium verliehenen Schulpreis in Höhe von 500 Euro: Das Franz-Ludwig-Gymnasium konnte sich neben dem Regionalsieg in Mathematik / Informatik noch über drei Sonderpreise freuen und war somit die erfolgreichste Bamberger Schule: Die Schule gewann mit drei Arbeiten vier Preise. Marlon Eckstein (6. Klasse) gewann mit seinen "Vogelbeobachtungen in Garten" einen Sonderpreis in der Biologie. Antonia Bickel (7. Klasse) überzeugte mit dem "E-Ball" im Fachbereich Physik: Ihr gelang es auf drei verschiedenen Wege, einen Ball fernzusteuern, einmal über Schwerpunktverlagerung, dann mit Elektromotoren im Inneren einer Kugel oder mit Hilfe von Elektromagneten. Die Arbeit war der Jury gleich zwei Sonderpr


Jury restlos begeistert

eise wert.
Die zweite Goldmedaille, der erste Preis im Fachbereich Arbeitswelt, ging an den elfjährigen Fabian Gärtig vom Clavius-Gymnasium Bamberg. Fabian (6. Klasse) konnte mit seiner "treppensteigenden Einkaufshilfe" die Jury restlos begeistern. Er erfand einen Rollator, der selbständig über ein Computerprogramm die Treppe herauffahren kann und zudem den Einkauf mitnimmt. Über eine zusätzlich verbaute Hydraulik lässt sich der Rollator auch klassisch schiebend fortbewegen. Eine verbaute Solarzelle ermöglicht das umweltschonende Aufladen des Akkus während eines Spaziergangs in der Sonne. Somit können Senioren länger selbständig ihre Einkäufe nach Hause bringen. Damit ist Fabian ähnlich erfolgreich wie die Bamberger Basketballer. Er fuhr mit dem diesjährigen Sieg bereits seinen dritten Regionalsieg in Folge, sein Triple, ein. Neben diesem hervorragenden Regionalsieg konnte sich auch das Clavius-Gymnasium über einen Schulpreis und weitere Sonderpreise freuen.
Im Fachbereich Technik konnte sich Alexander Divivi mit seinem selbst gebauten Generator gegen eine starke Konkurrenz behaupten. Der 13 -jährige Schüler des Dientzenhofer-Gymnasiums versuchte aus mechanischen Bewegungen Strom zu erzeugen, mit Erfolg. Er erhielt die Goldmedaille im Fachbereich Technik.
Einen dritten Platz, eine Bronzemedaille, erzielte noch Pascal Egerter vom E.T.A-Hofmann Gymnasium mit seiner "Trinküberwachung für Senioren". Die drei Regionalsieger (Goldmedaillengewinner) haben neben einem Geldpreis das begehrte Ticket zum bayerischen Landesentscheid von "Schüler experimentieren" in der Tasche. Sie werden Oberfranken am 16. und 17. April in Dingolfing vertreten.