Eigentlich war bisher der Sandkerwa-Auftakt, sprich der Donnerstagabend, eher in der Hand der Bamberger. Es ging dabei in früheren Zeiten im Vergleich zu den anderen Tagen noch einigermaßen ruhig und beschaulich zu. Seit einigen Jahren jedoch erfreut sich der Donnerstagabend immer größerer Beliebtheit. So auch heuer: Bereits vor dem offiziellen Bieranstich im Festzelt am Leinritt zog es die Massen ins Festgebiet.


Und der Strom der Menschenmenge riss auch bis in die Abendstunden nicht ab. Zumal ja auch das Wetter mitspielte. Erfreulich dabei, dass es im Großen und Ganzen ein sehr friedlicher Auftakt war, ohne größere, nennenswerte Vorkommnisse.
Heiß begehrt und umlagert waren neben den Getränkeausschänken auch die kulinarischen Stände. Neben den altbewährten Schlemmereien wie den Bratwürsten - die Auswahl reicht von der Kümmelwurst über die fränkische Bratwurst bis hin zur Coburger Wurst - oder Langos, Pizza und Süßspeisen, gibt es dieses Jahr erstmals auch einen Stand für Vegetarier und Veganer.


Mit Bravour hat auch das Sandmadla 2013, Elena Wicht, ihr Debüt als offizielle Repräsentantin der Sandkerwa hinter sich gebracht. "Es war ein wenig anstrengend, hat aber ganz viel Spaß gemacht, die Sandkerwa mal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Ich freue mich schon auf die restlichen Tage", schilderte die 19-jährige Bambergerin.


Ruhig mal umschauen
Übrigens: Wer wieder einmal eingekeilt in der Menschenmasse stehen sollte und es nur im Schneckentempo weitergeht, sollte doch auch mal den einen oder anderen Blick um sich herum riskieren. Man wird sicherlich die ein oder andere Kuriosität entdecken. So beispielsweise einen Urinalständer, an dem ein mit Dübeln und Schrauben gesicherter Sonnenschirm hängt. Der soll die männlichen "Pinkler" aber nicht vor Sonnenschein oder Regen schützen, sondern als Sichtschutz dienen.

Interessant sind auch die Unmengen an Schildern. Da weist eines auf eine Glühparty hin, ein anderes lädt öffentlich zur Privatparty ein und auf einem anderen ist außer Hieroglyphen gar nichts zu erkennen. Erfreuen dürfte aber viele ein Schild unter der Markusbrücke: Dies besagt, dass es die Maß für 3,80 Euro gibt. Na denn: Prost!