"Last Christmas", "Stiller die Glocken nie klingen", "Lasst uns froh und munter sein": Nein! Wer sich nach der alle Jahre wiederkehreden adventlichen Dauerberieselung nach einem "garantiert unbesinnlichen" Kontrastprogramm sehnt, wird in und Bamberg problemlos fündig. Beispielsweise steigt "The Night before Christmas 13" in der Hollfelder Stadthalle. Dabei gehen vier aus diversen Teilen des Freistaats kommende Bands in die Offensive, um den Heiligen Abend auf ihre Weise einzuläuten: Emil Bulls, Dilligaf, Vol.Stage und insert cool name.


Release-Party
"Am Montag, Kinder, wird's was geben - und zwar auf die Ohren", versprachen die Veranstalter vorab. Demnach erwarten Alternative-Metal-Fans am 23. 12. ab 20.45 Uhr in Hollfeld die Emil Bulls aus München, die es im Lauf von 16 Jahren auf stolze sieben Alben brachten.



Unterstützt werden die Bullen an dem Abend von Dilligaf, die mit ihren Fans kurz vor Weihnachten noch das Release ihres Albums "drunkenmirror" zelebrieren: Die erste eigene Produktion, dank der sich die Nankendorfer Combo nun von ihrem bisherigen Image als Coverband verabschieden kann.

Aus Ravensburg reisen insert cool name ins Frankenland, die für Punkcore stehen und in ihrer Vita auf schrille Erfahrungen verweisen: "Konzerte auf Bauernfesten, Konzerte von einem Lastwagen aus, Konzerte in Unterwäsche, Konzerte vom Backstage-Bereich aus und (vielleicht die heftigste Erfahrung für eine Punkband) Konzerte mit dem eigenen Vater am Schlagzeug." Was originelle Unterhaltung verspricht, für die die Truppe sorgen sollte, die schon als Vorband für Größen wie Liquido oder Itchy Poopzkid spielte. Last but not least betreten Vol.Stage als Franken die Bühne, die die Zeit zurück in die 80er- und 90er-Jahre drehen. Nicht ausgeschlossen sind aber auch Covertitel aus den aktuellen Charts - Punk, Pop und Rock.


Rock im Live-Club
Pop- und Rock-Songs servieren zeitgleich im Live-Club Viky & Michi. Dann wird's am Heiligen Abend tatsächlich still und leise, bevor es bei der Rock-&-Metal-Nacht mit Freibier Franken und DJ Hannes am Ersten Weihnachtsfeiertag an gleicher Stelle wieder heftig kracht: Ab 21 Uhr spielt die Band in der Oberen Sandstraße 7, die sich vor einem Jahr aus The Outrage wie der sprichwörtliche Phönix aus der Asche erhob. Wobei die Formation nicht covert, sondern Titel aus eigener Feder zu Gehör bringt: "Straff gepulsten harten und dreckigen Rock 'n' Roll", aus dem sich auch die Debüt-EP "Freibier & Spaß" der Freibier-Franken speist.



Die 19. "Guitar Fight Night" folgt an gleicher Stelle am 26. Dezember ab 20 Uhr. Wieder wetteifern acht Gitarristen um den Sieg, die mit wechselndem Partner auf der Bühne ihr Können zeigen. Wobei das Publikum die Rolle der Jury einnimmt. Am Tag darauf dreht DJane P. ab 22 Uhr die Plattenteller im Sinne der "Weihnachten-war-gestern-Party".


Schwarzweiß-Musik zum Fest
Das Morph-Club-Publikum beehren am 23. Dezember die Chicolores. Interessenten können ab 22 Uhr die Hüften zu 90s-Dancefloor, House, Reggae, Hip-Hop und Discohymnen schwingen - zur Einstimmung auf das Fest der Liebe. Und mit good Vibes zelebriert der Club am Heiligen Abend die "Schwarzweiße Weihnacht", bei der sich die Plattenteller ab 23 Uhr für die House-&-Techno-Fraktion drehen. Gefolgt von der Greenclub-X-Mas-Feier am Ersten Weihnachtsfeiertag mit "Rap, Funk und Plätzchen", wie die Veranstalter versprechen, und der Finnendisco am Zweiten Weihnachtsfeiertag (Einlass jeweils ab 22 Uhr). In diesem Sinne: Happy X-Mas!