Bamberg
Sommer

Ruhe vor dem Sturm in Bambergs Freibädern

Die Bamberger Stadtwerke hoffen, dass das Wochenende so heiß wird, wie die Meteorologen sagen. Bisher hält sich der Betrieb in den kommunalen Freibädern in Grenzen.
Anita und Manuel genießen im Bamberger Stadionbad das schöne Wetter und die noch herrschende Ruhe. Alle Fotos: Ronald Rinklef
Anita und Manuel genießen im Bamberger Stadionbad das schöne Wetter und die noch herrschende Ruhe. Alle Fotos: Ronald Rinklef
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Die Meteorologen sind sich einig: Am Freitag beginnt der Sommer und er soll über das lange Pfingst-Wochenende hinaus anhalten. Dann wird es aus sein mit der Idylle, die jetzt noch in den städtischen Freibädern herrscht: Wer gestern das Gaustadter Bad oder das Stadionbad besuchte, hatte die Anlagen noch fast für sich allein.

Kommt die angekündigte Hitzewelle rechnet man beim Bäderbetrieb der Stadtwerke mit dem ersten Ansturm der Saison. Besser gesagt, man hofft darauf. Denn bisher machten sich die Gäste rar.

Ein schöner Tag reiche erfahrungsgemäß nicht aus, die Lust der Bamberger auf einen Schwimmbadbesuch zu wecken, berichtet Jan Giersberg, der Unternehmens-Sprecher. Die Leute würden ihre Badesachen erst dann packen, wenn es einmal eine längere Zeit heiß und sonnig ist.

Die erste Zwischenbilanz der noch jungen Saison scheint dieses Phänomen zu belegen. Trotz einzelner heißer Tage seit Ende April kamen bis Ende Mai insgesamt erst 8407 Gäste in Hainbad, Stadionbad und Gaustadter Bad.

Im Vergleich zum Vorjahr "klingt das super", sagt Giersberg. Da waren im selben Zeitraum keine 2500 Besucher gezählt worden. Rufen sie sich freilich den Saisonauftakt 2011 oder 2012 in Erinnerung, dann werden die städtischen Bäderverantwortlichen ganz wehmütig: In beiden Jahren war das Frühjahr sonnig und warm und lockte die Menschen in großer Zahl ans und ins Wasser: Für 2011 weist die Statistik im April und Mai 27 894 Besucher auf und für 2012 immerhin knapp 19 000!

Das bevorstehende "lange" Wochenende und die Pfingst-Ferien, die dann beginnen, könnten bei entsprechend hohen Temperaturen die Aufholjagd einläuten. Bereit sei man jedenfalls für den großen Ansturm, heißt es beim städtischen Bäderbetrieb. Auch personell.

Laut Giersberg müssen für hitzige Tage, wie sie nun angeblich bevorstehen, keine zusätzlichen Kräfte geordert werden. Es sei umgekehrt: Wenn es nicht so schön ist und es folglich weniger zu tun gibt, würden die Beschäftigten etwaige Überstunden abfeiern.

Die aktuellen Wasser-Temperaturen in den Schwimmbädern können es mit den derzeitigen Höchsttemperaturen "draußen" aufnehmen. 22 Grad hatte am Dienstag das Nass im Stadionbad, ein Grad wärmer war es im Gaustadter Bad. Eher etwas für Abgehärtete ist noch der linke Regnitzarm. Obwohl das Wasser noch 17 Grad kühl ist, schwimmen laut Heinz Wilda von der "Hainbadestelle" schon etliche Besucher im Fluss.

Positiv "überrascht" zeigt sich Giersberg von der Akzeptanz, die das Frühschwimmen in Gaustadt findet. Für eine Testphase von sechs Wochen wird das Schwimmbad donnerstags schon um 6.30 Uhr geöffnet. Bei der Premiere am 22. Mai soll ein gutes Dutzend Frühaufsteher die Gelegenheit zum Schwimmen vor der Arbeit genutzt haben.

Eine Woche später war das Echo deutlich geringer. Das dürfte einerseits mit dem Regenwetter, andererseits mit Christi Himmelfahrt zu tun gehabt haben: wegen des Feiertags hatten die meisten Morgenschwimmer wohl frei und länger geschlafen.

Anfang Juli wollen die Stadtwerke entscheiden, ob sie das Angebot aufrecht erhalten. Meinungen zum Thema Frühschwimmen sammelt die Badbetreiberin noch bis Ende Juni auch eine Online.