Hinter den Kulissen des E.T.A.-Hoffmann-Theaters gibt es viel zu sehen. Zum Beispiel eine eigene Schreinerei, einen Malsaal oder auch eine Schlosserei. Hier stehen Holzbretter und Kleiderstangen herum, außerdem riecht es nach Farbe. Das hat wenig mit einer bequemen Bestuhlung und schicker Abendgarderobe zu tun, die mit einem Theaterbesuch verbunden werden. Es sieht nach Arbeit aus. Doch Stefan Dzierzawa, der für Organisation und Planung im Bamberger Theater zuständig ist, führt am Dienstag die Mitglieder des Kultursenats Bamberg und des Kultur- und Schulsenats Coburg mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) an der Spitze begeistert durch die Räumlichkeiten . "Ich bin mittlerweile 26 Jahre und zehn Monate hier im Theater tätig", erzählt Dzierzawa stolz. Christian Lange (CSU), Bürgermeister und Kulturreferent, beschreibt Stefan Dzierzawa als "guten Hausgeist des Theaters".

"Momentan hat das Bamberger Theater ein festes Ensemble von neun Schauspielern und sieben Schauspielerinnen. Darauf sind wir sehr stolz ", berichtet Stefan Dzierzawa.

Zudem gibt es insgesamt drei Veranstaltungsstätten im Bamberger Thater. Der kleinste von ihnen ist das Gewölbe und hat ein besonderes Flair. Es ist eine Spielstätte für kleine Stücke oder Lesungen und hat 50 Plätze. Außerdem gibt es das sogenannte Studio. Hier werden meistens moderne Stücke aufgeführt. Es hat eine große Glasfront, die sich bei Bedarf abdunkeln, aber auch öffnen lässt. Demnach könnte im Raum gespielt werden, während das Publikum außen im Harmoniegarten sitzt und auch andersherum. Somit ist dieser Raum sehr individuell nutzbar. Der größte und wohl bekannteste Raum ist das Große Haus, hier haben bis zu 402 Zuschauer Platz.


Zusammenarbeit ist angesagt

"Das Theater als städtische Einrichtung hat ein Budget von ungefähr drei Millionen Euro im Jahr", erklärt Lange. Das E.T.A.-Hoffmann-Theater in seiner heutigen Form gibt es erst seit 2003. Zuvor wurde es drei Jahre lang renoviert. Nun ist das Bamberger Theater ein Schauspielhaus. Auch das Landestheater in Coburg soll ab 2019 generalsaniert werden. "Deshalb haben Coburg und Bamberg ähnliche Aufgaben. Ich erhoffe mir von diesem Treffen, dass wir uns besser kennenlernen, uns austauschen und voneinander lernen können", sagt der Bürgermeister. Hierfür trafen sich die Politiker aus Bamberg und Coburg nach der Führung noch im Café Luitpold. "In Zukunft soll das Thema E.T.A. Hoffmann in der Weltkulturerbestadt Bamberg noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden", sagt Lange. Das Gebiet um das Theater sei eine wahre Kulturstätte.