Treppenhaus und Aufzug sind noch da. Bleiben auch da, sagt Projektleiterin Sylvia Weinert. Sie würden nur überarbeitet. Sonst ist vom alten Honer-Kaufhaus nichts mehr, wie es war. Auf drei Ebenen, vom Untergeschoss bis zum ersten Stock, wird mit Hochdruck gearbeitet. Bis zu zwölf Gewerke mit bis zu 100 Mann muss sie momentan koordinieren. Es liegt viel Staub in der Luft.

Unten ist der Umbau schon am weitesten gediehen. Da beginnt in dieser Woche bereits der Ladenbau. Jeans, die so genannte Streetwear und Kinderkleidung werden Kunden ab 11. September dort finden, wo Honer die Spielwaren verkaufte und Sonderflächen hatte.

Im Parterre und ersten Stock fallen Unmengen von Kabeln auf, die noch aus Schächten hängen und verlegt beziehungsweise angeschlossen werden müssen: Die grünen sind für den Strom, die roten für den Datentransport, die orangefarbenen für die Sprinkleranlage, erläutert Weinert.

Niedrig, aber sehr geräumig erscheinen beide Ebenen in dieser Phase. Große Lüftungsrohre ragen aus noch unfertigen Decken. Diese werden aus einem speziellen Gipskarton bestehen, der einem Feuer im Ernstfall 90 Minuten stand halten soll.


Bis zu 50 Mitarbeiter geplant

Der ehemalige Schnäppchenmarkt im ersten Stock wurde zu Sozialräumen für die Beschäftigten umgenützt. 40 bis 50 Leute werden bei Wöhrl am Maxplatz arbeiten. Die künftige Kantine wird auch dem Personal des Untermieters zur Verfügung stehen: Der Zeitschriftenladen am Hintereingang ZOB bleibt.

Auch die beliebte Verbindung vom Maxplatz zur Promenade wird es weiter geben. Wo man bis zur Kaufhausschließung am 31. August Schreibwaren und Süßigkeiten bekam, haben gerade Fliesenleger das Sagen. Sie bereiten den Boden mit großen hellen quadratischen Platten, wie es sie angeblich nur in Wöhrl-Häusern gibt. Überhaupt: Das Bamberger Haus ist - nach Ingolstadt, Coburg und Straubing - das vierte, in dem das Nürnberger Unternehmen sein neuestes Flächen- und Präsentationskonzept umsetzt.

Von der "Wundertüte" mit ihren täglich neuen Überraschungen, wie Weinert die Baustelle erlebt, wird später nichts mehr zu sehen sein. Zu den eher unangenehmen Überraschungen zählten eine marode Holzdecke und verrostete Stahlträger, die unter eingezogenen Decken zum Vorschein kamen.

Angenehm überrascht wurde man dagegen durch schön anzuschauende Fachwerk artige Überspannungen, die irgendwann einmal installiert und dann ebenfalls verkleidet worden sein müssen. Künftig wird man sie sehen.
Die Maxplatz-Fassade will Wöhrl nicht antasten . Nur der Haupteingang soll verlegt werden: Er rückt von der rechten Seite in die Mitte der beiden Schaufenster.