Die heftigen Windböen, die in der Nacht zum Freitag über das Bamberger Land fegten, machten in Scheßlitz einen Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Bayernwerk notwendig. Der Sturm entwurzelte am Donnerstagabend gegen 23.15 Uhr in der Ortsstraße "Zum Reinsee" einen etwa 20 Meter hohe Weiden-Baum.

Das nach Aussage von Feuerwehr-Kommandant Björn Herrmann "ausgewachsene Exemplar" mit einem Stamm-Durchmesser von fast einem Meter fiel auf eine Stromleitung, die an Dachständern auf einer Scheune und einem Wohnhaus angebracht war und weiter zu sechs hinterliegenden Anwesen führt. Betroffen war davon unter anderem das Maria-Ward-Haus am Stadtrand von Scheßlitz.

Durch das Gewicht des Baumes wurden laut Polizei und Feuerwehr die Halterungen aus den Dächern gerissen und die Stromverbindung zwischen Trafo-Haus und Scheune unterbrochen. Auch sechs weitere Anwesen waren dadurch ohne elektrische Energie. Die Feuerwehr Scheßlitz rückte mit etwa 30 Einsatzkräften an, um die Schäden zu beheben und weitere Auswirkungen zu verhindern.


Provisorische Stromleitungen

Dazu wurden unter der Leitung von Kommandant Björn Herrmann der umgestürzte Baum zerkleinert und entfernt und mit Hilfe der Drehleiter die Dächer zunächst provisorisch mit Planen abgedeckt. Anwohner halfen mit einem Kleinbagger, die Straßen wieder frei zu räumen. Der entstandene Schaden wird auf 5000 Euro geschätzt.

Ein Arbeitstrupp der Bayernwerk AG baute derweil mit einem Notstrom-Aggregat und mobilen Leitungen eine provisorische Stromversorgung für die betroffenen Anwesen auf. Die Feuerwehr unterstützte dabei mit Licht.
Weitere Sturmschäden sind laut Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann in der Nacht zum Freitag im Landkreis nicht bekannt geworden.