Am Ende durfte er doch noch ganz kurz in den Sitzungssaal: Der forensische Toxikologe vom Rechtsmedizinischen Institut in Erlangen. Seine Jacke brauchte er gar nicht ausziehen, denn das Gericht hatte nur eine Frage: Ob er denn alle Unterlagen dabei habe, die mit dem Prozess zusammenhängen - und bereit wäre, diese herauszugeben.

Wenige Minuten später wanderte ein dicker Ordner des Fachmannes über den Tisch. Der Inhalt: Messergebnisse aus Blutproben der Hauptzeugin und Ausführungen dazu. Im Laufe des Mittwochs sollen die Papiere in digitalisierter Form allen Prozessbeteiligten vorliegen.
Das ist vorerst der kleinste gemeinsame Nenner, zu dem sich die Zweite Strafkammer des Bamberger Landgerichts und die Verteidigung des Angeklagten nach zahlreichen Unterbrechungen durchringen konnten.