Lebendige Stadtmitte ist das Ziel in Hollfeld

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So könnte es künftig im Bereich der Langgasse aussehen. gel
So könnte es künftig im Bereich der Langgasse aussehen. gel

Im zweiten Stadtforum zur Sanierung der Hollfelder Innenstadt ging es um die mögliche Umgestaltung in der Langgasse.

Nach einigen Jahren Pause wird in der Stadt Hollfeld die Sanierung der Innenstadt fortgesetzt. Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeisterin Karin Barwisch das zweite Stadtforum zur Sanierung der Innenstadt im Kintopp in Hollfeld. Das Architektenteam Vinzenz Dilcher und Cornellia Ditmar stellte die zwei in nächster Zeit anstehenden Projekte vor.

Dies ist zum einen der Umbau des Spitalgebäudes mit den drei Schwerpunkten Bürgertreff, Tourist-Info und Genuss. Das zweite größere Projekt ist die Neubelebung der Langgasse mit einer Umgestaltung des Bereiches bei der früheren Post. Mit der Umgestaltung der Langgasse soll die Innenstadt von Hollfeld erhalten bleiben und zu einer lebendigen Stadtmitte mit Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie werden.

Vinzenz Dilcher bezeichnete die Umgestaltung des Bereiches Post, früherer Schlecker und Severin als Initialprojekt und Leuchtturm für "Wohnen im Zentrum" . Hier soll zum einen eine direkte Verbindung von den Terrassengärten über das Grundstück Rödel zur Eiergasse geschaffen werden.

Des weiteren könnte man sich vorstellen, das Schleckergebäude ganz abzureißen und dort zwischen den Gebäuden Severin und früher Post einen Verweilbereich für Jung und Alt zu schaffen. Mit den Abbruch des früheren Schlecker schafft man auch gleichzeitig einen freien Blick zur Stadtmauer und den Hinterhöfen vom Steinweg.

Die anwesenden Bürger waren von der Idee begeistert. Wolfgang Tschoppe warf in diesem Zusammenhang mit ein, das im gleichen Zug in der Langgasse der Verkehr verringert und die Bordsteinkanten beseitigt werden müssten. Nur wenn Verkehr und Fußgänger gleichberechtigt sind, werde der Verkehr auch langsamer und beruhigter. Hierzu wandte Dilcher ein, dass dies umgehend geschehen könnte, indem man die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass der Schwerlastverkehr in der Langgasse verringert werden muss, um diese wohnlich zu gestalten. Hier wandte Bürgermeisterin Karin Barwisch ein, dass dies nur durch eine intensive Verkehrsüberwachung reguliert werden kann.

Michael Staudt ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, auch die alte Post abzureißen, um ein Zentrum in der Langgasse zu schaffen, wo man sich treffen und gegebenenfalls auch feiern kann. Christian Stößel regte an, keine weiteren Parkplätze, sondern Platz für Fußgänger in der Innenstadt zu schaffen, der zum Verweilen einlädt. Weitere Themen des Städtebauers in den nächsten Monaten wird die Nutzung von Leerständen und die Erfassung von Leerständen in der Innenstadt sein.