"Regionales Obst, das ungespritzt von traditionell bewirtschafteten Streuobstwiesen kommt, hat nicht nur eine unschlagbar günstige Öko-Bilanz, es schmeckt vor allem auch besonders gut." Wie das Landratsamt Bamberg das regionale Streuobst bewirbt, machten alte Sorten mit Namen wie Landsberger Renette, Goldparmäne oder Gravensteiner "Lust auf ursprünglichen Genuss".

"Streuobstwiesen, auf denen mächtige Bäume locker verteilt stehen, bieten ein Mosaik verschiedener Lebensräume, welches bis zu 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten beherbergen kann. Zum fachgerechten Schnitt, zur Bewirtschaftung und Erneuerung der Obstflächen gehört viel Fachwissen. Eine Zukunft hat dieser einmalige Lebensraum nur, wenn seine Früchte weiter genutzt werden", so die Behörde. 

Der Landkreis Bamberg bringe mit der „Streuobstbörse“ die Fans der regionalen Ernte zusammen. Die Adressensammlung lokaler Verkaufsstellen vermittle eine breite Palette heimischen Obstes, das oft im kleinen Hofladen angeboten werde. Wer selbst Hand anlegen wolle, finde auch hierfür Möglichkeiten: Auf die Obstwiese zu ziehen und selbst Äpfel, Birnen oder Zwetschgen ernten - das sei "ein Erlebnis für die ganze Familie". 

Für die Streuobstbörse, die im September 2022 neu aufgelegt wird, seien auch dieses Jahr wieder neue Anbieterinnen und Anbieter herzlich willkommen. "Wenn Sie selbst eine Streuobstwiese pflegen, deren Obst Sie vermarkten möchten, oder wenn Sie jemanden kennen, der mehr Obst produziert, als selbst verbraucht werden kann, nutzen Sie die Gelegenheit und bauen Sie aktiv an unserem regionalen Streuobst-Netzwerk mit! Meldeschluss für neue Anbieter ist der 5. September 2022", heißt es. 

Zusätzlich bietee der Apfelmarkt des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Bamberg eine Plattform für den Direktverkauf von Streuobst. In diesem Jahr findee der Apfelmarkt am 9. Oktober in Memmelsdorf statt.

Wer sich für die Streuobstbörse interessiert oder auf dem Apfelmarkt einen Stand zum Verkauf des eigenen Obstes aus einer Streuobstwiese anmelden möchte, wende sich bitte bis zum 5. September an die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Bamberg, Alexandra Klemisch, Claudia Kühnel und Oliver Rendl, telefonisch unter 0951/85-534, -515, -527 oder an kreisverband@lra-ba.bayern.de.