Auch am dritten Verhandlungstag des Sandstraßen-Prozesses wollen die Zeugen gerade von den entscheidenden Sekunden des Angriffs auf Christian K. (Namen geändert) nichts oder wenig mitbekommen haben. Dabei standen einige nur wenige Meter daneben, wie ein Video und auch eigene Aussagen belegen. Der jüngere Angeklagte Tom Z. hatte vor Gericht zugegeben, dass er einen 36-Jährigen, der bald darauf in Lebensgefahr schwebte, durch eine Art Bodycheck zu Fall brachte.

Den anschließenden Tritt auf den Kopf, von dem der andere Angeklagte berichtet, streitet er hingegen ab. Die meisten Zeugen wollen jedoch nichts von Z. Handlungen wissen. Das führte dazu, dass mittlerweile zwei Zeugen wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage und falscher Verdächtigung verhaftet und dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden sind.

Wichtige Erkenntnisse erhofft sich die große Strafkammer vom nächsten Verhandlungstag am kommenden Mittwoch. Dann soll unter anderem der damals ermittelnde Kripo-Beamte aussagen. Und Ärzte sollen vor Gericht erklären, durch welche Einwirkungen die Verletzungen der Geschädigten verursacht worden sein könnten.

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