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Schlüsselfeld
Not macht erfinderisch

Kreative Bierkreation in Corona-Zeiten: Fränkische Brauerei verkauft "Impfstoff"-Bier

Genauso wie der echte Impfstoff gegen das Coronavirus ist das Dosenbier namens "Impfstoff" rar. Die kreative Bierkreation aus Oberfranken wurde zum echten Kassenschlager.
 
Braumeister mit genialer Idee: Bier namens "Impfstoff" wird zum Kassenschlager
David Hertl von der Brauerei Hertl in Schlüsselfeld hatte eine geniale Idee. Ein Bier namens "Impfstoff". Das Bier in Dosen wurde zum echten Kassenschlager. Foto: News5/Merzbach

Restaurants und Kneipen bleiben während des Lockdowns weiter geschlossen. Die Corona-Krise macht damit auch den vielen Brauereien zu schaffen. Das vergangene Jahr war voller schlechter Nachrichten. 

Wegen der geschlossenen Gastronomie, der Kontaktbeschränkungen und Alkoholverbote in der Öffentlichkeit, sank der Bierabsatz in den vergangenen Monaten deutlich. Laut Statistischem Bundesamt sogar auf einen historisch niedrigen Wert von 8,7 Milliarden. Das bedeutet ein Minus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der deutsche Brauerbund warnt vor zahlreichen Insolvenzen unter den Brauereibetrieben. 

Kreative Bierkreation aus Franken erobert die Schlagzeilen

Doch zwei junge Brauer lassen sich davon nicht unterkriegen. Der Großraum Bamberg hat seit vielen Jahren die höchste Brauereidicht der Welt. Und nun macht eine kleine Brauerei aus dem Landkreis Bamberg überregionale Schlagzeilen. Denn: Die kleine Brauerei Hertl aus Schlüsselfeld hat ein kurioses und kreatives neues Bier erfunden. Das Bier trägt den Namen "Impfstoff" und war innerhalb weniger Stunden komplett ausverkauft. 

Die Braumanufaktur Hertl liegt mitten im schönen "Bierfranken", wie die Region um Bamberg wegen ihrer hohen Brauereidichte gerne genannt wird. Genauer gesagt in Schlüsselfeld. Dort entstand auch die neue Bierkreation. Ein hopfiges und süffiges Indian Pale Ale.

Denn trotz der Krise will sich Besitzer David Hertl nicht unterkriegen lassen. Zusammen mit Dario Stier von der "Munich Brew Mafia"  entwickelte er das Dosenbier mit dem witzigen Namen "Impfstoff".

Genauso wie der echte Impfstoff - Bier nach kurzer Zeit ausverkauft

Und das kam letztlich so gut an, dass es nach wenigen Stunden komplett ausverkauft war - etwa 4000 Dosen in nur 3,5 Stunden. Aufgrund der hohen Nachfrage legte die Brauerei schließlich noch einmal nach. Der neue "Impfstoff" soll im April abgefüllt werden und erhältlich sein. Aber nur auf Rezept. Dieses kann man auf der Homepage der Brauerei Hertl ergattern. Mit dem Rezept können Sie dann zwischen einem kleinen, mittleren und großen Impfpaket wählen und einige Dosen vorbestellen.

"Der neue Impfstoff wird über acht Prozent haben. Sprich wird eine Bombe sein. Wir geben unser ganzes Herzblut rein", sagt Hertl im Gespräch mit News5.

Spätestens nach vier Dosen des "Impfstoffes" soll das Bier seine volle Wirkung entfalten. Das sagt David Hertl in einem weiteren Interview. "Vier Dosen alle vier Stunden, wenn man dann keine Wirkung merkt, hat man etwas falsch gemacht beim Impfen", erklärt Hertl und lacht. Freilich hilft das Bier nicht wirklich gegen eine Corona-Infektion - eine witzige Idee ist es aber allemal.