Die größte Torte der Welt - sie wird in Tiefenhöchstadt hergestellt. Und: sie tanzt auch. Die rollenden Tortenstücke waren einer von vielen Hinguckern, die sich gestern beim großen Faschingsumzug durch Buttenheims Zentrum schlängelten. Dem Wahljahr geschuldet waren neben der stattlichen Zug-Länge mit über 35 Gruppen auch etliche närrische Beiträge.

So verkündeten die Marktgemeinderäte, die nicht auf einem der beiden Bürgermeister-Kandidaten-Wägen warben, auf dem "Gämarät"-Wagen: "Wer wählt redd mit."

Mit Rosen suchte der als Kapitän gewandete Bernhard Bickel das närrische Volk zu becircen. Sein Konkurrent Michael Karmann setzte auf Konfekt und "Klopfer" mit seinem Konterfei. Beide wurden von fantasievollen Fraktionswägen eskortiert.

Zweifelsohne den größten, also den höchsten Wagen bot die Buttenheimer Feuerwehr auf. Hoch politisch war er obendrein mit seinen echten (!) Strommasten. "ICE, Autobahn, Gleichstromtrasse - na klasse" kommentierte die Wehr auf der Schauseite und wünschte mit einem "Yes we can", dem Buttenheimer Bürgermeister für die Landratswahl alles Gute. Johann Kalb marschierte seinerseits diesmal - da ohne Maske gut erkennbar - als Lichtgestalt, oder wie er meinte als "Glitzernder Johnny"- mit.

Für weiteren Glanz im Zug sorgten königliche Gäste. Gleich drei Prinzenpaare reihten sich hier ein: Vom FHN Heroldsbach gaben sich Chrissi und Andre sowie das Kinderprinzenpaar Stefanie und Benedikt samt Elferrat und Gardemädels die Ehre. Da durften auch die Häschaadä Majestäten - Claudia und Florian - nicht fehlen. Stimmlich war ihre Majestät jedoch ein wenig indisponiert. "Helau - Prinzessin heiser" teilte sie dem närrischen Volk per Schild mit. Indes bereicherten weitere Nachbar-Narren den Zug. Die etlichen Tausend Zuschauer wurden aber auch von den vielen fantasievollen und teils sehr großen Wägen aus Buttenheim und seinen Gemeindeteilen aus optisch, akustisch und kulinarisch verwöhnt.

Sehr imposant das Piratenschiff des Stammtisches der "Verschlofer". Eine gigantische Arche fuhr der Sportverein Phönix auf. Er machte sich für die Rettung von Olympiade, Umwelt- und Tierschutz stark. Stark, das waren auch die Akteure des zu Bardamen mutierten Frauenbundes. Für fetzige Live-Musik sorgte der Musik- und Gesangverein. Gießkannen-Hüte führte der Kindergarten Sonnenblome vor, wilde Raubkatzen bot der Schloßkindergarten Gunzendorf auf und die Schule einen langmähnigen, blonden Hausmeister im Elektromobil.

Natürlich bekam auch in diesem Zug der ADAC sein Fett weg. AC/DC schlug der Stammtisch Roadies als Alternative vor und die Damen gaben pink gewandete Tussis on Tour. Natürlich in einem echten Tussi-Mobil, um nur eine weitere von vielen originellen Gruppen zu nennen.