Kritik und Ideen willkommen: Wie sollen Bambergs Flächen genutzt werden?

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Bürger haben die Möglichkeit, Vorschläge zum Bamberger Flächennutzungsplan einzubringen.

Die Stadt Bamberg aktualisiert derzeit ihren Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan. Klingt sperrig - ist aber wichtig: Hier wird festgelegt, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren entwickeln soll. In den vergangenen Jahren wurden bereits Grundlagen erarbeitet und in Planungsdialogen mit der Öffentlichkeit diskutiert. Jetzt geht es in die nächste Phase - und alle Bürgerinnen und Bürger können sich wieder einbringen.

Der Vorentwurf wurde im Dezember 2025 vom Bau- und Werksenat beschlossen. Damit startet nun die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. 3. 1 BauGB. Im Zeitraum vom 13. April bis 22. Mai 2026 können die Planunterlagen eingesehen und Hinweise, Ideen und Kritik eingebracht werden. Sämtliche Rückmeldungen werden geprüft und fließen in die weitere Planung ein. Später folgt eine zweite Beteiligungsrunde mit überarbeiteten Plänen.

Der Flächennutzungsplan ist das zentrale Instrument der Steuerung der Stadtentwicklung für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Er stellt flächenhaft dar, wo im Stadtgebiet Wohnbauflächen, Gemischte Bauflächen, Gewerbe- und Industriegebiete, Gemeinbedarfsflächen, Grünflächen, Verkehrsflächen und sonstige Nutzungen vorgesehen sind. Basierend auf prognostizierten Bedarfen und städtebaulichen Überlegungen sind neben den vorhandenen auch die geplanten Nutzungen dargestellt.

Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung setzt die Fortschreibung des Flächennutzungsplans auf den Grundsatz "Innenentwicklung vor Außenentwicklung". Die Bebauung von Flächen innerhalb des Siedlungszusammenhangs soll grundsätzlich priorisiert werden, bevor neue Flächen am Stadtrand erschlossen werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf ehemaligen militärischen Flächen, den sogenannten Konversionsflächen, die derzeit noch von der Bundespolizei oder der ANKER-Einrichtung Oberfranken genutzt werden. Hier sollen künftig vor allem gemischte Bauflächen entstehen. Diese ermöglichen eine flexible Nutzung, zum Beispiel für Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung und soziale Einrichtungen. Zusätzlich sind neue gewerbliche Bauflächen in der Südflur und im Bereich der ehemaligen MUNA vorgesehen.

Der Vorentwurf des Landschaftsplans lenkt den Schwerpunkt auf die Freiflächen im Außenbereich. Innerhalb der Siedlungsflächen werden vorhandene und geplante Grünflächen dargestellt und neue Inhalte ergänzt, die den Herausforderungen des Klimawandels Rechnung tragen.

Ziel der Gesamtfortschreibung ist, die prognostizierten Flächenbedarfe mit einer nachhaltigen, flächensparenden Siedlungsentwicklung in Einklang zu bringen.

Die Planunterlagen zur Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan können während des Beteiligungszeitraums im Internet unter www. stadtplanungsamt.bamberg.de unter "Öffentlichkeitsbeteiligungen" eingesehen werden. Anregungen und Stellungnahmen können über das dortige Kontaktformular eingebracht werden, per Mail an fnp2040@stadt.bamberg.de oder schriftlich an Stadtplanungsamt Bamberg, Untere Sandstraße 34, 96049 Bamberg.

Information und Beteiligung:

  • 21. April, 17.30 bis 19 Uhr: Hybrid-Infoveranstaltung in der vhs, Tränkgasse 4
  • 13. Mai, 17 bis 19 Uhr: Jugendbeteiligung in der BENZE, Coburger Straße 45b
  • Im Beteiligungszeitraum immer dienstags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr Infos zu den Planunterlagen und persönliche Rückfragen im Stadt:Raum, Promenadestraße 6a
  • 13. April bis 22. Mai: Aushang der Planunterlagen im Stadtplanungsamt, Untere Sandstraße 34, 3. Stock
  • Internet unter www.stadtplanungsamt.bamberg.de unter dem Titel "Öffentlichkeitsbeteiligungen"

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Stadtplanungsamt