Der Bamberger Georg Kröppelt beendet seine Karriere bei der bayerischen Justiz in Kürze als Präsident des Landgerichts. Den Verwaltungsaufgaben gewann der 65-Jährige Jurist wider Erwarten viel Positives ab.
Georg Kröppelt wollte schon als Jugendlicher "immer Richter werden". Warum ihn dieser Beruf so fasziniert hat, kann er auch als Beinahe-Pensionär nicht sagen. Familiär vorbelastet ist der Bamberger jedenfalls nicht, der Ende Juni als Landgerichtspräsident und nach 41 Jahren bei der bayerischen Justiz in den Ruhestand gehen wird. Er machte in einem FT-Gespräch aber deutlich, dass er die Berufswahl nie bereut hat. Dabei hat die Laufbahn ihn mit Dingen konfrontiert, die er eigentlich nie machen wollte, erzählt der 65-Jährige. So wollte er beispielsweise "nie Arzt werden, weil ich kein Blut sehen kann". Als Staatsanwalt jedoch blieb ihm der Anblick von oft schlimm zugerichteten Unfall- und Verbrechensopfern nicht erspart und musste er an vielen Sektionen teilnehmen. Zu den Bildern, die sich in sein Gedächtnis eingebrannt haben, gehört ein grauenvoller Unfall, bei dem vor vielen Jahren auf der Bundesstraße 505 fünf Menschen starben.
Vielseitige Aufgaben "Ich wollte eigentlich auch nie in die Verwaltung", erinnert sich Georg Kröppelt. Im Lauf der Jahrzehnte wuchsen ihm aber immer mehr Aufgaben zu, die jenseits der Rechtssprechung lagen: als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft, als Haushalts- und Baureferent für den ganzen Oberlandesgerichtsbezirk, ab 1995 zunächst als Direktor des Amtsgerichts und seit 1. Mai 2003 als Präsident des Landgerichts. Erst habe er sich gewundert, dass man ihn für Verwaltungsaufgaben für geeignet hielt, sagt er rückblickend. Und räumt ein, dass er durchaus Gefallen daran gefunden hat. Der Grund: "Man konnte aktiv an der Gestaltung der Justiz mitwirken."
Zum Beispiel beim Umbau der alten AOK zum Amtsgerichts am Synagogenplatz und der Schaffung der Landesjustizkasse in der Heiliggrabstraße, die in Kürze ihr 20-jähriges Bestehen feiern wird. In Kröppelts Zeit als Haushalts- und Baureferent am OLG fielen auch die Anfänge zur Sanierung und Erweiterung des historischen Justizpalastes am Wilhelmsplatz. Er berichtet von einer Reihe von EDV-Pilotprojekten, die vor allem in seinen Jahren als Amtsgerichtsdirektor durchgeführt wurden. Unter allen Verwaltungsaufgaben ist ihm aber spürbar die Personalführung ans Herz gewachsen. Es sei eine große Verantwortung, Begabungen in den Menschen zu wecken, zu entdecken und zu fördern, sagt der scheidende Chef von 47 Richterinnen und Richtern, 262 Frauen und Männern im nichtrichterlichen Dienst sowie 94 Auszubildenden.
Mehr als die Hälfte der angehenden Rechtsreferendare, Rechtspfleger- und Justizsekretäranwärter im Landgerichtsbezirk Bamberg (einschließlich der Kreise Forchheim und Haßberge) sind Frauen; das entspricht laut Kröppelt einem bayernweiten Trend. Persönlich begrüße er es, dass die bayerische Justiz insgesamt weiblicher wird. Gegenwärtig bekleiden noch überwiegend Männer die Führungspositionen im Ressort von Staatsministerin Beate Merk.
Immer wieder klingt in Kröppelts Worten an, dass er in seiner Vaterstadt nicht nur die Justiz sondern auch die Caritas repräsentiert. Für ihn scheint beides zusammen zu gehören: "Die christliche Lehre enthält ja auch die Menschenrechte."
Gut möglich, dass der Wunsch, Richter zu werden, etwas mit seinen Erfahrungen in der katholischen Jugendarbeit zu tun hat, meint er. Es sei für ihn jedenfalls ein Glück gewesen, "dass damals Menschen zu mir gesagt haben, in Dir steckt mehr drin". Dafür sei er dankbar und er habe, als er selbst Personalentscheidungen treffen musste, versucht, sich daran zu orientieren.
...noch nicht über den Freispruch des ersten Verdächtigen hinweg???
Dabei wurde der wahre Mörder Ihrer Tochter schon vor mehr als 5 Jahren verurteilt und sitzt seitdem ein! Nur sie müssen es noch registrieren!!!
Hihi, Sie "Christ"!
Wieder/immer noch aktiv?
Auszug aus einem Bericht vom Coburger Tageblatt über ein Gefängnis hier in unserer Nähe:
Überschrift:
"Hinter Gittern am Festungsberg:"
In der JVA gibt es einen festen Tagesablauf. Nach dem Frühstück um 6.30 Uhr müssen die Häftlinge zur Arbeit ausrücken. Um 11.30 Uhr geht es in die Mittagspause. Von 12 bis 15.30 Uhr nehmen sie wieder ihre Beschäftigung auf. Danach dürfen die Gefangenen beim einstündigen Hofgang an die frische Luft. Im Anschluss gibt die Küche das Abendessen aus und die Beamten schließen die Häftling in die Zellen ein. Ab 18 Uhr dürfen die Insassen die Freizeitangebote der Anstalt nutzen.
Es besteht Möglichkeiten wie Tischtennis oder Krafttraining. Ihr Geschick können die Häftlinge beim Malen und Basteln beweisen. Sie haben auch die Chance, sich fortzubilden: Die Gefangenen können Sprach- und Erste-Hilfe-Kurse belegen. Eine eigene Bücherei versorgt die Männer im Vollzug mit Lesestoff. Geeigneten Gefangenen gewähren die JVA-Leitung in Absprache mit der Staatsanwaltschaft die Freigabe, eine betriebliche Ausbildung außerhalb der Gefängnismauern zu absolvieren.
Tagsüber stehen Sozialarbeiter, Drogenberater und ehrenamtliche Betreuer für Einzel- und Gruppengespräche bereit. Ein katholischer und evangelischer Pfarrer kümmern sich um die Seelsorge der Häftlinge.
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....und die Opfer / Hinterbliebenen ???
Von solchen Hilfe und Betreuungen konnten wir nach dem schlimmen Mord an unserer Tochter nur träumen.
Wie wahr sind doch da die Worte des
Theologen Friedrich Schorlemmer:
"Der Rechtsstaat läßt den Tätern das Zugute kommen,
was er den Opfern verweigert".
"Die Schmach hat mir da Herz gebrochen,
dass ich krank geworden bin;
ich warte auf Mitleid,
aber da war keines
und auf Tröster,
aber ich fand sie nicht."
Psalm 69,21
"Wiederum sah ich alles Unrecht an,
das unter der Sonne geschieht
und siehe,
da waren Tränen derer,
die Unrecht litten
und keinen Tröster hatten.
Und die ihnen Gewalt antaten,
waren zu mächtig,
so dass sie keinen Tröster hatten.
Da pries ich die Toten,
die schon gestorben waren,
mehr als die Lebendigen,
die noch das Leben haben."
Prediger 4,1-2
"Von Recht und Gerechtigkeit ist nichts mehr zu finden.
Ehrlichkeit und Redlichkeit sind auf dem Marktplatz nicht mehr gefragt.
Zuverlässigkeit gibt es nicht mehr.
Wer sich vom Unrecht fernhält,
dem spielen die anderen übel mit.
Der Herr hat dies alles gesehen und es mißfällt ihm,
dass es kein Recht mehr gibt.
er wundert sich, dass keiner da ist,
der dagegen einschreitet.
Darum greift er mit eigener Hand ein und verschafft seinen Willen Geltung.
Er zieht die Gerechtigkeit als Panzer an,
und die rettende macht ist sein Helm.
Als Mantel trägt er den festen Entschluß und das brennende Verlangen,
alles Unrecht zu bestrafen."
Jesaja 59, 14-17
Wir haben keine Zweifel mehr, dass sich jeder Mensch nach dem Tod verantworten muss. Trost und Hilfe waren uns Menschen, die klinisch tot waren und reanimiert wurden.
http://www.youtube.com/watch?v=KDzpCMUYnB0
Paulus schreibt im 2. Korintherbrief 5, Vers 10:
"Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi,
damit jeder seinen Lohn empfange für das,
was er getan hat bei Lebzeiten,
sei es gut oder böse".
Wir haben leidvoll erlebt, welche Betreuungen die Täter erhalten. Alkoholentzug/-entgiftung, psychologische Betreuung.
Zu uns kam nach der schlimmen Nachricht von der Ermordung unserer Tochter niemand. Kein Pfarrer, kein Seelsorger, kein Psychologe. Uns ließ man allein in der schwersten Zeit unseres Lebens.
Wir haben den Glauben an eine helfende Kirche genauso verloren, wie den Glauben an eine gerechte Justiz.
Niemand fragte uns, wie wir damit leben sollten, als der erste Tatverdächtige freigesprochen wurde. Dieser Mann wohnte nur wenige hundert Meter von uns entfernt. In unserer heutigen Spaß- und Tätergesellschaft erhalten die Täter das Mitgefühl und die Hilfen und nicht die Opfer, bzw. Hinterbliebenen.
Nein, auf diese Justiz braucht niemand stolz zu sein. Viele Briefe haben wir an den damaligen bayer. Innenminister Beckstein und Justizministerin Merk geschrieben. Wir erhalten keine Antworten auf unsere Fragen und Zweifeln.
Trotz allem, oder vielleicht gerade dewegen haben wir zum christlichen Glauben gefunden und leben heute ohne Kirche, ohne Glaubensgemeinschaft. Wir haben keinen Zweifel, dass es eine Gerechtigkeit geben wird - aber erst nach dem Tod.
Die Kirchenoberen und Richter bestätigen die Worte Gottes aus der Bibel - Johannes 12, 43:
"Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen
als Ehre bei Gott."