Carina Zeh aus Hirschaid bei Bamberg wog an ihrem Höhepunkt 156,3 Kilogramm bei einer Größe von 1,63 Metern. Nach einer Magenbypass-Operation hat sie knapp 64 Kilogramm abgenommen und teilt ihre neue Lebensfreude mit aller Welt.
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Im Sommer 2021 übertrat Carina Zeh aus Hirschaid (Landkreis Bamberg) die Schwelle in ein neues Leben. Eine Magenbypass-Operation ermöglichte ihr einen Gewichtsverlust von knapp 64 Kilogramm, wie das Klinikum Forchheim am Dienstag (7. Juni 2022) auf Facebook berichtet.
Hirschaiderin entscheidet sich für Magenbypass - "Ich schaffe das jetzt!"
Die heute 30-Jährige hat eine lange Odyssee von gescheiterten Abnehmversuchen hinter sich. Bereits mit 18 Jahren erkannte sie, dass sie Hilfe von Außen benötigte. Während der Corona-Pandemie verschlimmerte sich ihr Zustand. Sie zog sich noch mehr zurück, benötigte zuletzt sogar Hilfe beim Schuhe anziehen.
"Mein Höchstgewicht lag bei 156,3 Kilogramm. Ich bin 1,63 Meter groß, ich war so hoch wie breit. An diesem Punkt sagte ich mir: 'Wenn Du jetzt nicht Hilfe suchst, dann gerätst Du in einen Teufelskreis, aus dem Du nicht mehr rauskommst.'" Große Unterstützung fand sie bei ihrer Familie, die von Anfang an hinter der von Carina Zeh getroffenen Entscheidung stand.
Sechs Monate vor der Operation startete sie das sogenannte "Multimodale Konzept", ein vielschichtiges Vorbereitungsprogramm, erklärt das Klinikum Forchheim. Während dieser Zeit verlor sie nur wenig Gewicht, aber sie nahm auch nicht zu, ein erstes Erfolgserlebnis. In der Eiweißphase drei Wochen vor der Operation nahm sie dann acht Kilo ab. "Das war für mich der Knackpunkt. Ich wusste, ich schaffe das jetzt!"
Nach Magenverkleinerung: Eiweißshake mit Apfelmus - "noch nie etwas Besseres gegessen"
Nach der Operation an einem Donnerstag habe sie großen Durst gehabt, sich aber unsicher gefühlt. Den ersten Schluck Wasser verband sie laut Mitteilung mit einem seltsamen Gefühl. "Ein kleiner Schluck, ich trank abwartend. Passiert da jetzt irgendwie etwas anderes? Aber tatsächlich ging alles gut: Ich hatte keine Schmerzen. Ich hatte keine Probleme. Mir ging es wirklich gut."
Am Anfang sei es irritierend gewesen, dass sie nur wenig trinken konnte - circa einen Liter pro Tag - während sie vorher vier bis fünf Liter Flüssigkeit zu sich genommen hatte. "Es war unglaublich anstrengend, weil ich immer nur schluckweise trinken konnte." Nach einiger Zeit normalisierte sich aber die Flüssigkeitszufuhr, heißt es.