Da soll mal einer noch sagen, die Giecher wären Faschingsmuffel. Im Sportlerheim tollten die Narren übers Parkett und begeisterten auch den letzten Zuschauer im Publikum.

Monatelang hatten die großen und kleinen Narren auf ihren Auftritt hingefiebert. Am Samstagabend war es soweit, und der Vorhang öffnete sich für die erste der drei Giecher Narrensitzungen.

Nach dem Einzug des Präsidiums eröffnete Sitzungspräsident Günter Dech die Jubiläumsveranstaltung mit dem Ruf dreimal "Giech Helau". Damit auch das Publikum gleich zu Anfang eingebunden wird, wurde dann der Faschingshit "Hehejo, Giecher Narrenzeit hamma heit" gemeinsam gesungen.

Die Vorschulkinder von der KiTa kamen als Bauarbeiter auf die Bühne, denn wenn in Schätz schon ein neuer Kinderhort gebaut werde, müsse man ja auch in Giech die anstehenden Arbeiten angehen.
Mit Helm, Schaufeln und Kellen ausgestattet und einigen Schubkarren mit Steinen im Gepäck hatten sie ruckzuck auf der Bühne eine Mauer errichtet. Als sie dann noch den Song "Wenn der Bagger wieder am Dorfplatz steht" zum Besten gaben, zeigten sie eindeutig, auch die Kleinsten können den Saal rocken.


"Auf Kosten vom Amt"

Von seinem sorglosen Leben als Giecher Penner berichtete Florian Roth in der Bütt. Ihn plagen keine Geldsorgen, auch Stress und Hektik sind ihm unbekannt. "Auf Kosten vom Amt zu leben" sei heute doch kein Problem mehr, schließlich gab es in der letzten Zeit mehrere Beispiele wie man sich auch in den Gemeindekassen bedienen könne.

Nach einer kurzen Schunkelrunde betraten die Jungs und Mädels der Feuerwehr Straßgiech als kleine blaue Männchen mit Zipfelmützen die Bühne, um das Publikum tänzerisch und musikalisch nach Schlumpfhausen zu entführen.

Seine Primäre in der Bütt hatte Georg Schleuppner. Er trat als Starkenschwinder Schönheitskönigin auf. Den Wahlerfolg habe er wohl seiner zierlichen Figur zu verdanken, der Jungfrauenbund sage aber, diese Wahl sei eine Schande für Starkenschwind. Singend berichtete er dann vom Ablauf und den Ereignissen bei der Misswahl.

Der Männergesangverein berichtete darüber, wie man wegen fehlender Sänger gezwungen war, auch Frauen in den Chor aufzunehmen. Als auch noch der Chorleiter in den Ruhestand ging, übernahm auch diese Aufgabe eine Frau - und der blonde Feger sorgt dafür dass auch die Männer wieder zum Singen kommen.

Als Gummipuppe Suse von Beate Uhse ging Petra Weidner in die Bütt. Sie hatte heiße Geschichten aus ihrem Leben mitgebracht. Seit 14 Jahren ist sie im Geschäft und hat schon Flecken im Gesicht.Nach diesem Angriff auf die Lachmuskeln gab es eine Tanzeinlage der Gymnastikgruppe. Schneewittchen brachte gleich neun Zwerge mit auf die Bühne, denn sieben Zwerge könne schließlich jeder.

Für die Theatergruppe gingen Volker Bleier und Bastian Hecht als Happerla und Dapperla auf die Bühne und berichteten ivon ihren Erlebnissen der letzten Monate.

Den Abschluss der Darbietungen machte wieder die Gruppe Bamboocha Pertusio mit ihrer Tanzshow als Boxer. Zum Finale gingen alle Akteure auf die Bühne, um das Abschlusslied "Hehejo, Giecher Narrenzeit hamma heit" zu singen. Für den musikalischen Teil des Abends zuständig war Sigi Dippold.


Kartenvorverkauf

Weitere Giecher Narrensitzungen sind am kommenden Wochenende Freitag, 6. februar, und Samstag, 7. Februar, jeweils um 19.30 Uhr im Giecher Sportlerheim. Karten können ab 18 Uhr bei Familie Bleier, Tel. 09542/773399 oder an der Abendkasse erworben werden.