Klein, aber fein wird es am dritten Sonntag in der Osterzeit: Erneut übertragen wir live einen Gottesdienst aus der Region auf unserer Facebook-Seite "Fränkischer Tag Bamberg". Diesmal sind wir zu Gast in der Kirche St. Urban im Babenberger Viertel - und zwar nicht im Hauptraum, sondern in der kleinen Werktagskapelle des Gotteshauses. Dort sollte im Live-Stream die Verbundenheit mit den Gläubigen spürbarer werden und die Akustik besser geeignet sein. Der Gottesdienst von Pfarrer Matthias Bambynek beginnt am Sonntag, 26. April, um 10 Uhr.

Der Leitende Pfarrer im Katholischen Seelsorgebereich Bamberger Westen wird bei der Messe unterstützt von Lektorin Martina Schmidt. Für musikalische Akzente sorgen Christian Schneider am E-Piano und Veronika Firsching als Sängerin.

Parallelen zur Corona-Krise

Das Evangelium am Sonntag schildert den Emmausgang, bei dem zwei Jünger vom auferstandenen Jesus begleitet werden, diesen aber nicht erkennen. Bambynek sieht Verbindungen zwischen diesem Weg und dem Weg durch die Corona-Krise, auf dem wir uns jetzt befinden. Davon handelt auch sein Beitrag zur FT-Serie "Lichtblick".

Lichtblick von Pfarrer Matthias Bambynek

Mitten auf dem Weg

Vielleicht werden wir irgendwann gebeten: "Erzähl doch mal, wie war es damals für dich, als es mit dem Coronavirus richtig losging?" Dann berichte ich vielleicht vom letzten normalen Handschlag bei einer Begrüßung, von der großen Stille nach dem Lockdown, dass es eine Karwoche und ein Osterfest ohne öffentliche Gottesdienste gab wie sich viele Zeit nahmen, um am Telefon ausgiebig zu reden und wie alle die Sorge umtrieb, wie die Zukunft ausschauen wird.

Es ist nicht ohne, was wir erlebt haben, seit das Coronavirus unser Leben bestimmt. Es ist bereits ein langer Weg, den wir zurückgelegt haben; es liegt noch eine lange Wegstrecke mit dem gefährlichen Virus in unserer Mitte vor uns, sagen die Fachleute. Eine Weggeschichte, die es in sich hat, bietet auch die Begebenheit der zwei Jünger aus Emmaus im Lukasevangelium.

Erzähl doch mal, wie hast du das alles erlebt, was in den letzten Tagen in Jerusalem los war?!" So könnte deren Unterhaltung auf ihrem Weg zurück in ihr Heimatdorf beginnen. Irgendwann gesellt sich Jesu dazu. Wir wissen, dass es der Auferstandene ist; die zwei noch nicht. Zu dritt erinnern sie sich nun. Sie reden über das, was sie umtreibt. Jesus hilft ihnen, das Gewesene zu deuten, um besser zu verstehen. Im Nachgang, beim gemeinsamen Mahl, stellen die Emmausjünger fest, dass ihr Herz brannte und sie für sich die Dinge neu sehen. "Da wurden ihre Augen aufgetan" - heißt es.

Mir scheint, diese biblische Geschichte kann helfen, um in der Krisenzeit gut unterwegs zu sein. Die Emmausjünger jedenfalls fanden die Kraft, um noch in der Nacht nach Jerusalem zurückzukehren. Auch für sie war längst nicht klar, was sie dort und grundsätzlich erwartet ...