Seit 13 Jahren existiert das "Backstübla" in der Oberen Sandstraße in Bamberg - bald ist vor Ort jedoch Schluss. Dafür gehe es an anderer Stelle weiter, verspricht die Betreiberin.
Ursprünglich habe Katharina Hückstädt vor 13 Jahren ganz nebenbei angefangen, ihr Kunst-Café "Backstübla" in der Oberen Sandstraße 31 in Bamberg zu betreiben, erklärt sie am Montag (9. Februar 2026) im Gespräch mit inFranken.de. Die Künstlerin wollte damals einen Ort schaffen, an dem Gäste mit Genuss in Berührung mit Kunst kommen - das gelang ihr auch. Über die Jahre habe sie einige Stammkunden gewonnen und viele Gäste für ihr Schaffen begeistern können.
Auf Gästeseite erfreut sich die Location großer Beliebtheit. In seiner Google-Bewertung weist der Gastrobetrieb 4,7 von fünf möglichen Sternen auf - basierend auf 315 Rezensionen. Nun ist jedoch bald Schluss, denn der Mietvertrag läuft aus. "Das Café kann nur weiterleben, wenn ich den Umzug wage", schreibt Hückstädt in einem Beitrag in den sozialen Medien. Trotz der Schließung wird es nämlich an einem anderen Standort weitergehen - zur Freude der Betreiberin.
Bamberger Café zieht um: Kunst und Kultur treffen Kaffee und Kuchen
"Ich mache das mit Herzblut", erklärt Katharina Hückstädt im Interview. Den Raum in dem Kunst und Kultur auf Kaffee und Kuchen trifft, wolle sie deshalb keinesfalls verlieren. Mit ihrem Café zieht sie nun in die Dominikanerstraße 1. An der Adresse befand sich bis September vergangenen Jahres noch der Bamberger Traditionsladen "Eberls Genusswelt". "Bisher war ich ja fast ein bisschen in der hinteren Ecke der Sandstraße versteckt, der neue Laden ist viel präsenter und offener", hält Hückstädt fest.
Für das Café bedeutet der Umzug zugleich mehr Raum: Die neuen Räumlichkeiten sind größer als die, die das "Backstübla" bislang bot. Aus diesem Grund erhält Katharina Hückstädts Gastronomiebetrieb nun auch einen neuen Namen: "Café Kät". Am künftigen Standort soll es laut der Betreiberin mit dem gewohnten Konzept von Kunst und Kaffee weitergehen: "Meine Malerei und Zeichnungen sind ein großer Teil meines Konzepts". Die Herzstücke der alten Einrichtung aus dem "Backstübla" gehen zwar mit in die Dominikanerstraße, werden dort allerdings in einen neuen Rahmen gesetzt, erklärt Hückstädt. Zudem soll das "Café Kät" nicht nur ein klassisches Café sein, sondern auch an die frauengeführten Salons aus den 1920er Jahren erinnern, erklärt sie.
Da das Haus, in dem sich die neuen Räumlichkeiten befinden, keine Schanklizenz hat, werde es zwangsläufig bei einem alkoholfreien Angebot bleiben müssen, für Hückstädt sei das allerdings kein Problem. Dafür wird der Laden öfter geöffnet haben als bisher: "Im Kät haben wir dann sechs mal die Woche offen, Dienstag ist Ruhetag". Die zukünftigen Öffnungszeiten seien von 10.30 Uhr bis 18 Uhr. Ein genauer Termin für die Neueröffnung sei noch nicht endgültig gefunden, Katharina Hückstädt rechnet jedoch Anfang März 2026 mit dem Startschuss. In Fürth musste indes eine Bar ebenfalls ihre Schließung verkünden.