Alle sind glücklich: Die Einwohner von Aschbach und die von Heuchelheim. Die Stadt Schlüsselfeld ebenso wie der Landkreis und die Straßenbaubehörde. "Die Ortsumgehung von Aschbach und der Ausbau der Staatstraße 2260 waren kein Luxus", stellte Baudirektor Uwe Zeuschel vom Staatlichen Bauamt fest. Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts ist nun die gesamte Maßnahme abgeschlossen.

Allein schon das hohe Verkehrsaufkommen sprach für die Maßnahme: Mit 7400 Fahrzeugen in 24 Stunden war die Verkehrsbelastung nahezu doppelt so hoch wie der bayerische Durchschnitt von 3851 Fahrzeugen in 24 Stunden. Hinzu kam, dass die Staatsstraße nicht mehr den Anforderungen des heutigen Verkehrs entsprach: Ein schlechter Fahrbahnzustand, die unzureichende Fahrbahnbreite von teilweise nur 5,50 Meter und die unübersichtliche Linienführung hatten dazu beigetragen, dass die Ortsumfahrung Aschbach im Ausbauplan der Staatsstraßen
oberste Priorität hatte.

Ein besonderer Gefahrenpunkt war die unübersichtliche Kurve bei Heuchelheim. Und in der Ortsdurchfahrt von Aschbach machte eine rechtwinkelige Kurve "Begegnungsverkehr von zwei Brummis kaum möglich", wie Baudirektor Zeuschel erklärte. Deshalb kam es regelmäßig zu Problemen, wenn der Verkehr von der nahen Autobahn A 3 wegen Staus umgeleitet und durch Aschbach geführt werden musste.

Die Staatsstraße 2260 sei eine wichtige Verkehrsachse im westlichen Landkreis Bamberg, betonte Zeuschel. Im Naturpark Steigerwald laufe sie parallel zur Autobahn und binde den Raum über die Anschlussstellen Schlüsselfeld und Geiselwind an die A 3 an. Im Zuge des Ausbaus wurden parallel zur Fahrbahn öffentliche Feld- und Waldwege für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Grundstücke angelegt.

Bürgermeister ist "heilfroh"

"Wir sind heilfroh, dass das endlich über die Bühne gegangen ist", freute sich Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp. "Wir merken eine deutliche Verbesserung, wenn es auf der Autobahn Stau gibt." Die Aufgabenstellung sei hervorragend gelöst worden, lobte Krapp. Baudirektor Zeuschel gab das Lob an das Team der örtlichen Bauleitung und die ausführenden Firmen weiter. Mit den Kosten liege man genau in dem von der Obersten Baubehörde vorgegebenen Rahmen.

Schlüsselfelds Bürgermeister hat aber noch ein Herzensanliegen. Das ist derzeit allerdings in keinem Ausbauplan enthalten: Den Ausbau der restlichen Strecke durch Rambach nach Schlüsselfeld. In Rambach ist die Straße nach den Kanalarbeiten in einem sehr schlechten Zustand.

Landrat Hans Kalb kennt nach eigenen Worten die Strecke gut, auch wenn der Steigerwald derzeit für ihn ein Reizwort sein dürfte. Kalb beglückwünschte die Stadt Schlüsselfeld und dankte dem Staatlichen Bauamt für die hervorragende Ausführung.

Zweite Zufahrt für Heuchelheim

Besonders froh sind aber die Heuchelheimer. Sie hatten um eine zweite Zufahrt zu ihrem Ort gekämpft und schließlich gewonnen. Nach der ursprünglichen Planung sollte Heuchelheim nur über den Kreisel bei Aschbach an die Staatsstraße angebunden werden. Jetzt gibt es östlich von Heuchelheim eine zweite Anbindung. Daran musste sich die Stadt Schlüsselfeld mit gut 100 000 Euro beteiligen.