Man sieht sie in den Straßen, an den Bushaltstellen und in den wenigen Geschäften, welche zur Zeit geöffnet sein dürfen: die FFP2-Masken, welche durch ihre strahlendes weiß und ihre spezielle Form gleich auffallen. Seit Montag ( 18. Januar 2021) herrscht in ganz Bayern eine Pflicht zum Tragen einer solchen Maske an Bushaltestellen und Bahnhöfen sowie im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel - Träger und die Menschen in der Umgebung sollen so vor der Verbreitung des Coronavirus noch besser geschützt werden.

In der ersten Woche der neuen Maßnahme aus München gilt jedoch noch die Kulanz, denn es gibt noch keine Bußgelder - sollte jemand noch keine entsprechende Maske gekauft oder erhalten haben.

FFP2-Maskenpflicht: Bamberger finden Maßnahmen in Ordnung

"Ich finde es gerechtfertigt, dass es die neue Maskenpflicht gibt", findet eine Rentnerin, die am ZOB auf ihren Bus wartet. Schließlich müsse man ja versuchen, das Virus weiter einzudämmen. Sie habe sich drei FFP2-Masken für zehn Euro gekauft. Ein Preis, welcher noch bezahlbar sei, meint sie. "Ich gehe weniger oft einkaufen, um nicht so viele Masken zu brauchen", erklärt die Dame. Über die Krankenkasse bekomme sie jedoch auch noch Masken gestellt. Schließlich hat auch die Staatsregierung nach öffentlichem Druck durch die Opposition und Sozialverbände eingesehen, dass die Versorgung für alle Menschen gewährleistet sein muss und gibt 2,5 Millionen FFP2-Masken an Bedürftige aus.

Für einen Mann im mittleren Alter, welcher mit einer Gehbeeinträchtigung zu kämpfen hat, bedeuten die Masken schon eine gewisse Herausforderung: "Mit dem normalen Mund-Nasen-Schutz schwitzt man schon und die Maske saugt sich fest." Heute hat er zum ersten Mal eine FFP2-Maske auf und der Effekt tritt schon früher ein. Beim Warten auf den Bus zum Arzt erzählt er: "Man gewöhnt sich an alles. Das war mit den ersten Masken vergangenes Jahr auch nicht anders." Und er schätzt, dass Corona das Land noch das ganze Jahr begleiten werde.

Eine junge Frau auf Einkaufstour findet die Maskenpflicht ok: "Es wäre wichtig, dass sich alle auch daranhalten. Während die einen viel Geld für die Masken ausgeben, gehen andere nur mit Schals in die Geschäfte." Das müsse sich ändern. Eine Mutter mit ihrem Sohn meint: "Ich weiß nicht, ob die Maske sinnvoll ist. Ich bin keine Medizinerin."

"Nur ein paar wenige trugen noch normalen Mundnasenschutz"

"Bis jetzt hatten alle FFP2-Masken auf, die mit mir  mitgefahren sind", erzählt ein Busfahrer in seiner Pause. Ein anderer Kollege meint: "Fast alle hatten bereits die entsprechenden Masken auf. Nur ein paar wenige Leute sind noch mit normalem Mundnasenschutz unterwegs." Dieses positive Bild kann auch Jan Gierberg bestätigen. Der Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg erläutert: "Unsere Fahrgäste waren schon in der Vergangenheit sehr vernünftig in Sachen Maskenpflicht und auch jetzt haben wir noch nichts Negatives gehört." Solange die Busfahrer in ihrer Kabine sitzen und fahren, sind sie weiterhin von der Maskenpflicht befreit.

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Auch im Einzelhandel sind die Beschäftigten von der FFP2-Pflicht ausgenommen, tragen aber einen normalen Mundnasenschutz. "Die Politik hat das bis jetzt so geregelt", erklärt Benedikt Theile. Der Filialleiter des Rewe-Marktes in der Langen Straße erlebt auch, dass fast alle Kunden bereits mit FFP2-Masken den Laden betreten.

Wer noch keine Maske bekommen hat, wird vielleicht bei Volker Wrede fündig: Der ehemalige langjährige Betreiber von Liveclub und Haassälen sitzt schon den ganzen Vormittag am Fenster der Location. Wo unter Vor-Corona-Bedingungen Pizzastücke an Partygäste rausgingen, wandern nun die neuen Masken über den Tresen. Ganze 20 000 Stück hat er über einen persönlichen Kontakt aus dem medizinischen Großhandel erhalten, welche nun hinter ihm in den Boxen lagern. "2000 Stück wurden schon reserviert, die meisten davon aus dem Stadtgebiet", erzählt Wrede. 70 Masken habe er an diesem Montag schon verkauft. Es bleibe spannend wie es weitergeht. Die Krise der Kultur mache manchmal eben doch kreativ.

 

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