Verdacht auf schwere Brandstiftung: In den frühen Morgenstunden des Mittwochs (26.08.2020) rückte die Feuerwehr Bamberg zu einem Wohnhausbrand in der Egelseestraße aus. Flammen schlugen aus dem Dachstuhl, das Haus stand in Vollbrand. Um die 140 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz. 

Die Kriminalpolizei Bamberg übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Die Hinweise deuteten auf vorsätzliche Brandstiftung hin. Nun konnten die Ermittler einen Tatverdächtigen festnehmen.

Update vom 28.08.2020: 58-Jähriger wegen Verdacht auf schwere Brandstiftung in Haft

Die Kriminalpolizei Bamberg konnte am Freitag (28.08.2020) einen Verdächtigen in  Zusammenhang mit dem Wohnhausbrand in der Egelseestraße festnehmen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg mitteilten, erhärtete sich bereits am Tag zuvor der Verdacht gegen einen 58-Jährigen.

Bei der Untersuchung des einsturzgefährdeten Gebäudes am Vortag konnten die Ermittler Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung entdecken. Schnell erhärtete sich daraufhin der Verdacht gegen den Mann, der laut Polizei einen "Bezug zu dem Anwesen" hat. Sein Aufenthaltsort war seit einigen Tagen unbekannt.

Am frühen Freitagmorgen meldete sich der Verdächtige über den Notruf bei der Einsatzzentrale der Polizei Unterfranken. Offenbar befand sich der 58-Jährige in einer psychischen Ausnahmesituation. Eine Streife konnten ihn schließlich ausfindig machen, festnehmen und an den Kriminaldauerdienst Bamberg übergeben.

Nach genaueren Ermittlungen wurde nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl wegen schwere Brandstiftung gegen den Verdächtigen erlassen. Die Polizei brachte ihn anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.

Update vom 27.08.2020: Brand in Bamberger Wohnhaus - Kripo vermutet Brandstiftung

Nachdem am Mittwochmorgen ein Wohnhaus im Bamberger Stadtteil Wunderburg in Brand geraten war, nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet, dauerten die Nachlöscharbeiten noch bis in die Abendstunden an. Die Kripo Bamberg begann am Donnerstagmorgen (27.08.2020) mit den Ermittlungsarbeiten vor Ort.

Ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes  und die Feuerwehr unterstützen die Beamten bei einer Begehung des Gebäudes. Das Wohnhaus gilt als einsturzgefährdet. Auch Spezialisten für die Spurensicherung waren im Einsatz. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Fahnder von Brandstiftung aus.

Neben dem Wohnhaus beschädigte das Feuer auch das Nachbarhaus sowie mehrere Fahrzeuge, die an der betroffenen Straße geparkt hatten. Der entstandene Sachschaden wird mittlerweile auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt.

Erstmeldung vom 26.08.2020: Wohnhaus in Flammen - 140 Einsatzkräfte vor Ort

Am frühen Mittwochmorgen (26.08.2020) erreichte die Feuerwehr Bamberg die Meldung über einen Wohnhausbrand in der Egelseestraße. Aus dem Dachstuhl loderten Flammen, das gesamte Haus stand in Brand. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt zur Brandursache.

Berichten in sozialen Medien zufolge zog der Brandgeruch bis in die Bamberger Gartenstadt. Zeitweise drohte der Brand offenbar auf eine Scheune überzugreifen.

Nach ersten Zeugenaussagen wurden die Nachbarn in den Morgenstunden von Knallgeräuschen geweckt. Demnach brach das Feuer zwischen 5 Uhr und 5.30 Uhr aus. Anwohner berichten von starkem Funkenflug und großer Hitzeentwicklung.

Haus in Bamberg in Flammen: Bewohner evakuiert

Kurz nach 5 Uhr teilten mehrere Anwohner der Integrierten Leitstelle Bamberg und dem Polizeinotruf den Brand des Wohnhauses in der Egelseestraße in Bamberg mit. Das berichtet die Polizeiinspektion Bamberg-Stadt. Als die Beamten der Polizei Bamberg dort eintrafen, stand das Wohnhaus in Vollbrand und das Feuer schlug bereits aus dem Dach. Die kurz darauf eintreffende Feuerwehr begann sofort mit den Löscharbeiten. Den Einsatzkräften gelang es, das Übergreifen des Brandes auf andere Wohngebäude zu verhindern. Eine Scheune brannte dennoch nieder.

Die Bewohner des Hauses wurden laut Polizeisprecher evakuiert und mit einem Bus in eine Schule gebracht. Auch die Bewohner der Nachbargebäude wurden durch Polizei und Feuerwehr vorsorglich evakuiert. Ein Feuerwehrmann musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Stromversorgung in der Straße musste zudem wiederhergestellt werden. Dazu musste eine Baufirma die Straße aufbrechen und die Stadtwerke Bamberg trennten das betroffene Haus von der Gasversorgung.

Rund 140 Einsatzkräfte vor Ort: Löscharbeiten dauern halben Tag an

Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Euro-Bereich. Die Brandursache ist zunächst unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg. Insgesamt waren rund 140 Kräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks und der Polizei im Einsatz. Nach fast neun Stunden Löscharbeiten rückten zudem weitere Löschgruppen an, um einige der erschöpften Feuerwehrleute abzulösen.

Für die Brandbekämpfung waren die Straßen rund um den Brandort weiträumig abgesperrt. Nach fast zwölf Stunden war der Einsatz beendet.