Wenn einer all das Geld zusammentragen könnte, das in Sofaritzen, Handtaschen und Sparstrümpfen, unter Autositzen und Matratzen schlummert, würde ihn das wohl leicht in den Club der Milliardäre befördern.
Denn so sehr der Mensch dem Geld hinterherrennt, fehlt manchem doch die Phantasie, es vernünftig wieder auszugeben. Andere sind so aufs Verdienen konzentriert, dass sie sich nur noch schludrig um die Aufbewahrung kümmern können. Die bayerische Polizei hat sich für solche Fälle ein paar ausgezeichnete vierbeinige Helfer herangezogen, die den richtigen Riecher für Bares haben.
Denn wie die mittlerweile acht Spürhunde und manche Toilettenfrau längst wissen: Geld hat doch einen besonderen Geruch. Kaiser Vespasian, der einst seine Latrinensteuer mit dem Gegenteil begründete, wird wöchentlich widerlegt, wenn die Hunde versteckte Tresore oder vergessenes Vermögen erschnüffeln.
Zum Glück hat den Polizeihunden niemand vom Wert des Geldes erzählt und was sie für ein mieses Geschäft machen, wenn sie für 100 000 Euro nur ein paar Wurstscheiben bekommen.
Wer nun aber sein Heil in der Zucht von Banknotenspürhunden sucht, sollte sich über eines im Klaren sein: Wo nie Geld vorhanden war, beißen sich auch clevere Schnüffler die Zähne aus.