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Bamberger Edeka sperrt bestimmte Kassen - wegen Kriminalität


Autor: Daniel Krüger

Bamberg, Mittwoch, 04. Februar 2026

Ein Bamberger Edeka-Markt geht aufgrund von "erhöhtem Diebstahlaufkommen" einen radikalen Schritt. Bestimmte Kassen werden teils abgesperrt.
Der Edeka-Massak-Markt in der Starkenfeldstraße: Hier wird überdurchschnittlich viel geklaut.


Der Edeka-Markt Massak in der Starkenfeldstraße in Bamberg-Ost ist für viele Menschen im Stadtteil eine wichtige Einkaufsadresse. Durch die verkehrsgünstige Lage zieht der Supermarkt ganztägig zahlreiche Kunden an.

Doch nicht immer können diese die modernen Selbstbedienungskassen nutzen: Vor allem am späten Vormittag und am Abend sind die Kassen regelmäßig mit rot-weißen Absperrketten blockiert - eine Beobachtung, die sich bei mehreren Marktbesuchen bestätigt hat. 

Viele Diebstähle: Edeka-Markt in Bamberg schließt Selbstscan-Kassen bei Personalausfällen 

Auf Nachfrage von inFranken.de bestätigt eine Edeka-Sprecherin, dass hinter der zeitweisen Sperrung ein ernsthaftes Problem steckt. "Leider ja. Wir haben an diesem Standort ein erhöhtes Diebstahlaufkommen", so die Sprecherin. Deshalb würden die SB-Kassen geschlossen, sobald kein Personal zur Überwachung bereitgestellt werden könne, erklärt sie. Ob es sich hierbei um ein unternehmensweites Vorgehen handelt? Klare Antwort der Edeka-Sprecherin: "Nein, zumal sich fast alle Edeka-Märkte in der Hand selbstständiger Kaufleute befinden. So eine Entscheidung ist sehr stark standortabhängig und individuell, je nach Diebstahlaufkommen oder Personalbesetzung eines Marktes."

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Grundsätzlich seien die SB-Kassen im Markt in der Starkenfeldstraße an Werktagen von 9 Uhr bis 20 Uhr geöffnet – es sei denn, es komme zu "Ausnahmesituationen aufgrund von Personalausfällen", so die Edeka-Sprecherin gegenüber inFranken.de. Nach Angaben des Unternehmens orientiert sich die Öffnung der Selbstbedienungskassen zu diesen Zeiten nicht an bestimmten Kundengruppen oder Stoßzeiten. "Wir bieten ein Serviceintervall von 11 Stunden für den Bereich der SB-Kassen. Vor 9 Uhr ist die Kundenfrequenz noch zu gering", so die Sprecherin weiter.

Bereits 2024 hatte Edeka bestätigt, dass es in dem Geschäft zu "deutlich mehr Diebstählen als in anderen Märkten" kommt. Regelmäßige Polizeiberichte untermauern die Statistik. Thorsten Becker vom Handelsverband Bayern (HBE) führte dies damals vor allem auf das nahegelegene Ankerzentrum (AEO) zurück. Die Einrichtung soll noch bis 2035 in der Welterbestadt bestehen bleiben. Nicht nur in Bamberg ist Ladendiebstahl ein Problem. Die Fallzahlen sind deutschlandweit massiv gestiegen, professionelle Banden verursachen immer mehr Probleme. Ein Regensburger Edeka setzt deshalb auf Künstliche Intelligenz an der SB-Kasse.

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen