190 Tänzerinnen und Tänzer sowie die Faschingsvereine und Gesellschaften aus Hollfeld, Pegnitz und Bayreuth boten bei der Prunksitzung in der Hollfelder Stadthalle ein Programm ohne Gleichen. Harald Linß stellte vor der vollbesetzten Stadthalle heraus, dass die Hollfelder Faschingsgesellschaft weder Kosten noch Mühen gescheut hat, um dem Publikum ein mehr als sechs Stunden dauerndes, überwältigendes Unterhaltungsprogramm zu bieten.

Tänzerische Höchstleistung wurde von den Kleinsten wie auch von den einzelnen Garden und Tanzeinlagen bei den Schautänzen geboten. Die Jüngsten des Abends, die Minigarde mit ihren Schautanz von "Bibi Blocksberg", sowie die beiden Tanzmariechen Katharina Stern und Madlen Weishäupl ließen die Faschingsherzen höher schlagen und ernteten von den Zuschauern tosenden Applaus. Die beiden sieben und acht Jahre alten Tanzmariechen werden mit ihrem selbstsicheren Auftreten in den kommenden Jahren bei den HFG noch von sich Reden machen.

Ein Glanzpunkt des Abends war wie bereits in den letzten Jahren das Tanzmariechen Clarissa Kolb mit ihren Auftritt. Sie fegte schwungvoll über das Parkett und steigert Jahr für Jahr ihre tänzerische Leistung.
Bei Franz Schubert und Ruth Hümmer bekam der Stadtrat sein Fett ab. Bereits bei der Verleihung der Faschingsorden im Zuge der Inthronisation des Prinzenpaares war Franz Schubert auf die Misere am Spitalplatz mit dem Parkproblem und den schließenden Geschäften in der Langgasse und den geplanten Ärztehaus hart ins Gericht gegangen.

Bürgermeisterin Karin Barwisch werde sich bei der nächsten Wahl auf den "Löffelbauern" Wolfgang Degen von der CSU einstellen müssen. Die Stadt Hollfeld haben nach Meinung der beiden die Landwirte und Stadträte mit Wolfgang Degen und Michael Schatz sowieso "im Griff". Hier wurde als Beispiel die Belastung durch die Traktoren in der Innenstadt angeführt. "Hollfeld wird zur Agrarhauptstadt im Landkreis Bayreuth gekürt". Die Stadtpolitik von Wolfgang Degen wird dagegen beim Bettgeflüster mit seiner Ehefrau ausgemacht. Franz Schubert gibt der Bürgermeisterin den Tipp: "Lieber viele Schulden wie überhaupt kein Geld in der Stadtkasse". Mit Büttenreden und Sketchen hielten die Gäste Hansi Hümmer aus Stadtsteinach und Heiner Hartmann aus Bayreuth das Publikum in der voll gefüllten Stadthalle bei Laune.

Das Prinzenpaar Jessica I. und Sebastian I. hatten alle Hände voll zu tun, Ehrengäste und Stadträte sowie die Gastvereine zu begrüßen und Orden auszutauschen. Beide werden mit Bürgermeisterin Karin Barwisch die Faschingsgesellschaften aus Oberfranken beim Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer in München am 7. Februar vertreten.

Das Beste hob man sich wie jedes Jahr bis zum Schluss auf. So bildeten die Höhepunkte des Abends die Auftritte des Damenballetts mit dem Thema "Wilde Hühner", das Männerballett mit dem "Orient Express" und die Prinzengarde mit ihrem Schautanz "Internationaler Tag des Tanzes". Kostüme und tänzerisches Können sprachen für sich. Die Stadthalle bebte und, wie konnte es anders sein, wurden bei allen drei Gruppen Zugaben gefordert.
Benno Friedel vom Fastnachtsverband Franken bestätigte der Hollfelder Faschingsgesellschaft und der Stadt Hollfeld, dass sie eine Hochburg des oberfränkischen Faschings geblieben seien.