Was soll es denn schon geben für einen Euro auf dem Bamberger Weihnachtsmarkt? Dafür kann man aus dem Glühweinglas doch höchstens einen tiefen Schluck nehmen. Nur Nippen geht aber nicht. Und so bleibt dem, der mit 100 Cent auf Punsch-Pirsch gehen will, die Kehle trocken.

Den gleichen Test haben wir schon mal auf dem Kronacher Freischießen gemacht. Einen Luftgewehrschuss an der Schießbude für 80 Cent gab's. Das war die ganze Ausbeute. Ansonsten war Rechnen und Schätzen angesagt: ein Kaffeetässchen voll Festbier, eine halbe Fahrt durchs "Märchenland", viereinhalb Sechstel Bratwurst, ganz grob über den Daumen gepeilt.


Genau hinschauen oder fragen

Auf einem Weihnachtsmarkt sieht es anders aus. Die Manteltasche wäre gut gefüllt, deponierte man all die Dinge darin, die sich für einen Euro auf dem Maxplatz erwerben lassen.

Ran an die Stände und nachschauen - und noch besser nachfragen. Nicht alle Preise fallen mit großen Ziffern sofort in Auge, wie bei Kokosmuscheln oder Schaumzuckerwaffeln. Hier wäre der Magen der bessere Aufbewahrungsort.

Wer Makronen bevorzugt, wird ebenfalls fündig. Es gibt sie in verschiedenen Größen und an einem Stand kann man sich für die Test-Münze sogar zwei einpacken lassen. Eine frisch gebackene Waffel mit Puderzucker ist dort auch zu haben.

Das man bei Christbaumkugeln und Krippenfiguren, Töpferwaren und Filzschuhen mit so wenig Kohle nicht weit kommt, liegt auf der Hand. Aber allerhand Kleinigkeiten könnten vom Verkäufer zum Käufer wechseln: Wunderkerzen beispielsweise, Lametta, Porzellanuntersetzer, Eierbecher, Deko-Wäscheklammern aus Holz, kleine Rührlöffel aus dem gleichen Material, Keks-Ausstechförmchen, Zuckerstangen, Stumpen- und Leuchterkerzen, Räucherstäbchen, oder zierliche Keramikfigürchen mit Loch zum Fadendurchziehen.

Erhöhte man das Budget auf 1,50 Euro pro Artikel, würde es sich schon lohnen, eine kleine Einkaufstüte mitzunehmen.