Christine Langbein und ihre Mann Martin aus der Nähe von Erlangen-Höchstadt besuchen seit vielen, vielen Jahren die Sandkerwa. Meistens am Samstagabend und manchmal auch an den Montagen zum Feuerwerk. Ihr Herz jedoch schlägt schon seit jeher für die Samstagnächte, da an diesem Tag durch die Illuminierung der Fischerhäuser und mit der italienischen Nacht Klein Venedig am besten ins rechte Licht gerückt wird. Heuer jedoch waren beide arg enttäuscht und auch ein klein wenig sauer.

"Zugegeben, die italienischen Nächte wurden von Jahr zu Jahr kleiner. Selbst bei den beleuchteten Booten werden es immer weniger, die sich beteiligen", sagte Christine Langbein. "Aber was heuer geboten wurde, das war einfach nichts." Lediglich, so zählte sie auf, fünf beleuchtete Boote, die ein paar Minuten auf und ab fuhren und eine Hand voll Fackeltaucher, obwohl 65 angekündigt waren.
Dazu keine Musik außer dem "Geschepper" aus dem Bierzelt. "Das kann es doch nicht sein. Die Kulisse gibt es doch her", wetterte ihr Mann. So denken beide gerne zurück an die Wasserspiele, die Lasershow oder einfach nur die italienische Musik...

Die Veranstalter hätten, wie Jürgen Wirth, Geschäftsführer von der Sandkerwa GmbH bedauerte, gerne mehr geboten, aber vieles sei gescheitert. Die angedachten Wasserspiele scheiterten an der Technik und eine Feuershow sei nach der Diskussion um die Finanzierung und dem Fortbestand der Kerwa dem Rotstift zum Opfer gefallen.