Wäre ja noch schöner, wenn jeder sein Geflügel so zerteilen würde, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Oder einfach so ein Weihnachtslied anstimmt, ohne dass der Text bis zur vierten Strophe sitzt.

Die schöne neue Coaching-Welt hat auch für Eltern mit deutlich weniger Zeit als Geld ein festliches Angebot auf Lager: In der Trierer Weihnachtsakademie werden Kinder fit fürs Fest gemacht, lernen, wie man mit Besteck isst, "O du fröhliche" singt und Weihnachtskarten malt.

Wie konnte das nur all die Jahre ohne professionelle Hilfe funktionieren? Wie viele arme reiche Kinder mussten Hunger leiden, weil sie die Suppe mit der Gabel schöpften und erfolglos mit dem Löffel am Braten kratzten? Welchen musikalischen Eltern gefror nicht das Lametta-Lächeln, wenn Kinder das Sponge-Bob-Lied unterm Weihnachtsbaum sangen?

Entsprechend groß ist das Verdienst der vorweihnachtlichen Business-Coaches - und der Verdienst wird auch stimmen. Aber ist so ein stilecht genossenes Festmahl nicht unbezahlbar? Und wo liegt gleich die Plätzchengabel?