Bamberg
Teampräsentation

Brose Baskets wollen ein "großes B" bleiben

Bei der Veranstaltung im Bamberger CineStar betonten die Verantwortlichen, dass sich die Brose Baskets auch in dieser Saison zusammen mit Bayern und Berlin zu den Titelanwärtern zählen.
Der lettische Nationalspieler Janis Strelnieks und Elias Harris (links) waren bei der Teampräsentation im Bamberger Cinestar gut gelaunt. Foto: Bertram Wagner
Der lettische Nationalspieler Janis Strelnieks und Elias Harris (links) waren bei der Teampräsentation im Bamberger Cinestar gut gelaunt. Foto: Bertram Wagner
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Es ist schon seit 2005 Tradition, dass Jahr für Jahr die Spieler der Brose Baskets erstmals abseits des Parketts im CineStar präsentiert werden. Mischa Salzmann als Sprecher des Business Clubs stellte angesichts des Rekordbesuchs - das Kino 1 war bestens gefüllt - schon bei der Begrüßung die berechtigte Frage, ob dies am sehr großen Interesse für das stark umstrukturierte Team der Brose Baskets lag oder doch am darauf folgenden Nowitzki-Film "Der perfekte Wurf". Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte: An beidem!

Auftakterfolge gewürdigt

Zunächst hatte ein Duo das Sagen: Wolfgang Heyder und sein Nachfolger auf dem Geschäftsführer-Posten, Rolf Beyer, stellten sich den aktuellen Fragen.
Ehe die Schützlinge von Andrea Trinchieri in den Mittelpunkt rückten, wurden der Auftakterfolg des Farmteams Bike-Café Messingschlager Baunach nochmals gewürdigt, was ja auch am erfolgreichen, auch heuer wieder mit "Gold" ausgezeichnetem Jugendprogramm liegt. Dazu der für die Jugend verantwortliche Heyder: "Das ist eine riesige Herausforderung, natürlich ist uns auch Steffen Hamann als Leader sehr hilfreich. Es ist die Ausgewogenheit mit erfahrenen Spielern und eben den Jungen aus unserem Programm, die uns den Klassenerhalt in der ProA bringen soll." Auch Rolf Beyer ist ob der "6+6-Regel" über diese "Investition in die Zukunft" sehr angetan. Beide sind sich einig, dass der Schlüssel zum Erfolg nur mit einer funktionierenden Abstimmung ("da wird es auch die ein oder andere Diskussion geben") zwischen ProA und Beko BBL gelingen werde.

Harter Wettbewerb erwartet

Das Credo im Profi-Bereich war eindeutig: "Wir wollen bei den drei großen B's dabei bleiben!" Oder anders ausgedrückt: Bayern, Berlin und Brose Baskets heißen die Titelanwärter, ohne andere Teams wie Artland, Ulm und Oldenburg zu unterschätzen. "Wir werden sicher nicht durchstarten, viele Teams sind im Kern stabil geblieben, das wird ein harter Wettbewerb. Unser Ziel ist das Halbfinale und dann mit viel Emotionen weitersehen", blickt der aktuelle Geschäftsführer voraus. Seinem Vorgänger in den letzten eineinhalb Jahrzehnten ist klar, dass alles nicht gleich auf Knopfdruck funktionieren werde, auch wenn die Rollenverteilung im Team sehr gut sei. "Es kommt sehr stark auf das Phänomen "Freak City" an, um die 20 Prozent kommen von den Fans. Emotion ist ein zentrales Thema", weiß Heyder bestens aus den vergangenen Jahren.

Halbstündiger Austausch

So verwunderte es nicht, dass der 24-köpfige Brose Baskets-Tross mit tosendem Applaus und der offiziellen Einlaufmelodie auf der Kino-Bühne empfangen wurde. Es entwickelte sich ein gut halbstündiger - sehr locker von Mediendirektor Thorsten Vogt geführter - Informationsaustausch, bei dem man wieder heraushören konnte, dass der neue Headcoach Andrea Trinchieri in der Vorbereitung eine hohe Intensität forderte. Daneben wurde auch die ein oder andere Geschichte aus dem Nähkästchen erzählt: Thompson outete sich als zigfacher Schuh-Besitzer, Brad Wanamaker hat das deftige fränkische Essen noch nicht getestet und Carlon Brown konnte trotz fleißigem Deutschlernens noch nichts mit dem Wort "Bierhaxe" anfangen. Alles nette Nebengeräusche, die Wahrheit liegt aber ab dem 3. Oktober nicht auf der illustren Kino-Bühne, sondern auf dem Parkett mit Beko BBL- und Eurocup-Kontrahenten, die alle "Freak City" zu spüren bekommen sollen.

Wie man - nach vielen Anfangsschwierigkeiten in der NBA - alles "perfekt" umsetzt, bekam das Business Club-Publikum dann anschließend von Dirk Nowitzki auf der Leinwand geboten.