Die eine Baustelle verschwindet, die andere kommt erst richtig ins Rollen: Am Freitag, 20. Juni, wird die Kreuzung Forchheimer Straße am Münchner Ring nach einer Bauzeit von knapp einem dreiviertel Jahr wieder in alle Richtungen freigegeben. "Zirka 15 Uhr wird aufgemacht", sagt Bauleiter Harald Köbrich von der beauftragten Baufirma Stratebau. Der Umbau der Kreuzung ist abgeschlossen. Ebenso die Fahrbahnsanierung am Münchner Ring. Nur noch kleinere Arbeiten sind zu erledigen, informiert Projektleiter Harald Thiele vom Staatlichen Bauamt Bamberg. Doch haben damit Verkehrsbehinderungen im großen Stil in Bamberg noch kein Ende.

Bauarbeiten an der Moosstraße

Denn auch an der Moosstraße wird saniert. Dort ist es die Stadt Bamberg, die gemeinsam mit den Stadtwerken den Kreuzungsbereich am Berliner Ring aufgräbt. Und das führt zu Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer. Ab Montag, 23. Juni, wird die Fahrbahn des Berliner Rings Richtung Nürnberg kurz vor bis kurz nach der Kreuzung Moosstraße gesperrt. Dann müssen sich alle Fahrzeuge die Doppelspur auf der Gegenseite teilen: Der Verkehr wird dorthin umgelegt. Die westliche wie auch östliche Moosstraße ist somit vom Berliner Ring abgehängt. Umleitungen sind ausgeschildert. Auf dem Berliner Ring ist in beiden Fahrtrichtungen mit Behinderungen zu rechnen.

Eine Maßnahme folgt der anderen

Die Baustelle Moosstraße geht ausgerechnet in die heiße Phase, wenn die Pfingstferien beendet sind. Anders sei das nicht möglich gewesen, erklärt Florian Probst, Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau des Entsorgungs- und Baubetriebs der Stadt Bamberg. "Man ist immer gewissen Zwängen unterworfen." In diesem Fall waren es die Bauarbeiten am Münchner Ring, die zuerst abgeschlossen werden mussten, bevor dann die Sanierungsmaßnahmen an der Kreuzung Moosstraße so richtig beginnen können.

Die Münchner-Ring-Baustelle hatte die Autofahrer seit November mit wechselnden Bauabschnitten überrascht. Nach der Fahrbahnsanierung des Münchner Rings und dem Ausbau der Kreuzung Forchheimer Straße kann dort nun der Verkehr fließen. Allerdings müssten noch die Ampelanlage eingerichtet und die Markierung angebracht werden, schränkt Projektleiter Harald Thiele ein. Das soll es dann aber wirklich gewesen sein.

Florian Probst vom EBB hofft ebenso, dass die Arbeiten an der Kreuzung Moosstraße im zweiten Bauabschnitt, der bis 18. Juli dauern soll, pünktlich abgeschlossen werden können. Denn dann wird noch die Gegenfahrbahn Richtung Hallstadt saniert. Probst empfiehlt Autofahrern, die den Bereich Berliner Ring nur durchfahren wollen, auf die Autobahnen A73 oder A70 auszuweichen. Problem nur: Auf der A70 Richtung Bayreuth wird im selben Zeitraum ebenso gebaut. Mit Einschränkungen ist also auch hier zu rechnen.

Von der Baustelle Moosstraße sind auch Stadtbuslinien 911, 921 und 936 betroffen. Sie werden ab dem 23. Juni bis zum 14. August umgeleitet. Einige Haltestellen entfallen. Die rund 80 000 Euro teure Sanierungsmaßnahme dauert noch bis Mitte August.


Informationen der Stadt Bamberg zu den Buslinien

Die Linie 911 fährt ab der Haltestelle "Kloster-Langheim-Straße" über die Armeestraße zur Bedarfshaltestelle "Max-Planck-Straße" in der Herzstraße. Die Haltestellen "Graf-Stauffenberg-Schule" bis "Robert-Bosch-Straße" entfallen auf der Hinfahrt. Auf der Rückfahrt werden alle Haltestellen bedient.

Die Fahrt der Linie 921 endet an der Haltestelle "Moosstraße". Die Haltestellen "Robert-Bosch-Straße", "Max-Planck-Straße" und "Jahnstraße" entfallen auf der Hinfahrt. Die Rückfahrt erfolgt ab der Haltestelle "Robert-Bosch-Straße".

Die Linie 936 fährt ab der Haltestelle "Pfisterberg" über die Schildstraße zur Haltestelle "Hans-Birkmaier-Straße". Ab der Haltestelle "Kloster-Langheim-Straße" fährt die Nachtlinie weiter über die Haltestellen "Bambados" und "Armeestraße" und setzt an der Bedarfshaltestelle "Max-Plank-Straße" in der Herzstraße wieder ein. Die Nachtlinienhaltestelle "Adam-Kraft-Straße" wird zum Bambados verlegt.