Den Entscheidungsträgern aufseiten der Stadt wirft er mit Blick auf die angebotenen Arbeitsstellen Versäumnisse vor. "Ich platze vor Wut, wenn sich der OB präsentiert, als hätte er alles Menschenmögliche für uns getan." Von der Stadt Bamberg wünscht er sich jetzt, dass ihm doch noch eine adäquate Tätigkeit angeboten wird, die seiner beruflichen Qualifikation entspricht.
Schlachthof-Schließung laut Stadt im August 2023 nicht absehbar - Sprecher weist Vorwurf zurück
inFranken.de hat die Stadt Bamberg mit den Vorwürfen des ehemaligen Schlachthof-Mitarbeiters konfrontiert. In einer Stellungnahme setzt sich die Stadt gegen die ihr entgegengebrachten Anschuldigungen entschieden zur Wehr. "Aus Gründen des Datenschutzes können wir uns nicht zu Angelegenheiten einzelner Beschäftigter äußern", erklärt Michael Memmel, Sprecher der Stadt Bamberg. "Generell lässt sich jedoch sagen, dass wir alle Mitarbeitenden einzeln sehr intensiv und individuell betreut und unterstützt haben." Alle, die zu Kompromissen bereit waren, konnten demnach ohne Probleme zu neuen Einsatzorten vermittelt werden, sei es bei der Stadt oder in der Privatwirtschaft.
Doch war eine Schlachthof-Schließung zum Zeitpunkt der Bewerbung des Frankfurters womöglich schon zu erwarten? Dem Stadtsprecher zufolge hatte Schlachthof-Geschäftsführer Julian Müller bei Neueinstellungen stets betont, dass der Betrieb einer über hundertjährigen Tradition entstammt und es kaum vorstellbar sei, dass die Stadt Bamberg diesen nun leichtfertig schließe. "Insofern ist hier der Vorwurf eines Wortbruchs deutlich zurückzuweisen", betont Memmel.
Im August 2023 sei nicht abzusehen gewesen, dass der Betrieb schließen werde. "Der Stadtrat hatte im Januar 2023 entschieden, das Jahr 2023 zu nutzen, um die Zukunft des Bamberger Schlachthofes ergebnisoffen zu prüfen." Eine Entscheidung war demnach ursprünglich für Dezember 2023 vorgesehen, wurde schließlich aber nochmals verschoben, da viele Punkte weiterhin unklar waren. Dieser Sachstand wurde laut Memmel regelmäßig gegenüber der Presse und der Belegschaft kommuniziert.
Stadtsprecher versichert: "Ernst der Lage" wurde in Vorstellungsgesprächen betont
Auch in Vorstellungsgesprächen habe der Schlachthof-Chef den "Ernst der Lage" betont. "Gerade bei Neueinstellungen, insbesondere bei einem Zuzug aus größerer Entfernung, wurde durch Herrn Müller und andere Verantwortliche mehrfach auf die jeweils herrschende Lage eingegangen", erläutert Memmel. Verständnis für den Frust des 62-jährigen Ex-Schlachthof-Beschäftigten gibt es aufseiten der Stadt aber augenfällig dennoch. Ein Hauptanliegen der Stadt während der Auflösung des Schlachthofs sei stets die Zukunft der Mitarbeiter gewesen.
"Ihnen eine Weiterbeschäftigung oder andere Chancen in der Branche zu ermöglichen, galt ein Großteil unserer Anstrengungen", so der Sprecher der Stadt Bamberg. Wenn diese Bemühungen bei Einzelnen ergebnislos geblieben seien, bedauere man dies sehr. Memmel merkt derweil an, dass es im Konzern der Stadt Bamberg nur sehr wenige Stellen im relevanten Bereich gebe. "Hierfür kamen auch mehrere am Schlachthof arbeitende amtliche Tierärzte infrage", erklärt der Stadtsprecher. "Diese konnten auch nicht vollumfänglich übernommen werden."
Ein anderer Bürger übt indessen ebenfalls Kritik an der Stadt Bamberg. Der Grund: Starkregen lässt sein Haus immer wieder überfluten. Schuld ist aus seiner Sicht eine Baumaßnahme. Weitere Nachrichten aus Bamberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.
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Er hatte ja noch Glück, dass er eine Stelle dort bekommen hat. Manch einer hat vorher auf seine Bewerbung nicht mal eine Antwort von der Stadt Bamberg erhalten. Aber der damals zuständige wirkt ja jetzt auch in Coburg. Was soll man da auch erwarten. Seit Jahren wurde der Schlachthof heruntergewirtschaftet und niemand ist schuld. Hauptsache man hat einen starken OB.
Der Mann hätte doch niemals seine Zelte in Frankfurt komplett abgebrochen ohne von der Stadt Bamberg eindeutige Zusagen über den Fortbestand des Schlachthofs erhalten zu haben. Zumindest ich kann mir das nicht vorstellen. Und dann bietet man ihm eine Hilfarbeiterstelle bei der Müllabfuhr oder im Friedhof an, natürlich bei entsprechend vermindertem Gehalt. Ich würde sagen, das ist ein Fall, der vor dem Arbeitsgericht entschieden werden sollte und da frag ich mich andererseits schon, warum er dort nicht klagt wenn der Sachverhalt so eindeutig ist ?
Glaube ich voll und ganz
Die Gehaltsgruppe nach 10-jähriger Arbeitslosigkeit würde mich mal interessieren.
Ihr meint das bezüglich der Pfeifen im Bamberger Stadtrat ? Aber, aber... -die wurden doch von mündigen Bürgern gewählt - oder etwa doch nicht ? :-D