Bamberger Justiz-Mitarbeiter gerät selbst ins Fadenkreuz der Ermittler

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Bamberger Justiz-Mitarbeiter gerät selbst ins Fadenkreuz der Ermittler
Gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Bamberg ist wegen Untreue und Unterschlagung ermittelt worden. Nun wurde der Mann verurteilt.
Bamberger Justiz-Mitarbeiter gerät selbst ins Fadenkreuz der Ermittler
Daniel Karmann/dpa

Als Beschäftigter der Staatsanwaltschaft Bamberg soll ein Mann zahlreiche Gegenstände der Behörde an sich genommen haben. Eine Freiheitsstrafe auf Bewährung ist die Folge.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Bamberg ist wegen Untreue und Unterschlagung sowie weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Dies teilte ein Sprecher des Landgerichts Bamberg mit.

Der Mann soll laut Anklage zahlreiche Gegenstände, die eigentlich seinem Arbeitgeber zustanden, an sich genommen haben. Darunter Messersets, Thermobecher, eine Dartscheibe - aber auch Elektronik-Artikel mit heiklen Inhalten. Auch soll er Gegenstände für sich zu Hause zunächst privat bezahlt, aber über seine Behörde abgerechnet haben. Die Staatsanwaltschaft bezifferte den Schaden auf rund 9.500 Euro.

Auch wegen Besitz kinderpornografischer Inhalte angeklagt

Vor Gericht räumte der Mann die Vorwürfe ein, beschrieb sich aber als pflichtbewusst. Er habe die Folgen einer psychischen Erkrankung nicht mehr stoppen können. Der Justiz habe er keinesfalls Schaden zufügen wollen, erklärte der Mann. Er bitte um Verzeihung.

Da er auch zwei Laptops mit nach Hause genommen haben soll, die als Beweismittel in der Behörde lagerten und auf deren Festplatten zahlreiche Dateien mit kinderpornografischen Inhalten gespeichert waren, lautete die Anklage auch auf Besitz kinderpornografischer Inhalte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.