In Bamberg gönnen sich viele Menschen gerne ein Bier auf der Unteren Brücke oder in der Sandstraße. Vielen war bisher unklar, dass das nicht überall erlaubt ist. Das könnte daran liegen, dass nie durchgegriffen wurde: Das ändert sich ab jetzt.
Update am 02.07.2020: Bamberg macht jetzt ernst und grenzt Alkohol auf den Straßen nach 20 Uhr ein.
Bamberg ist bekannt für die außergewöhnliche Brauereidichte. Dies macht sich im Stadtbild bemerkbar. Wenn man in lauen Sommernächten in die Innenstadt geht, kann man auf der Unteren Brücke und vor dem Schlenkerla ein geselliges Treiben beobachten. Die meisten genehmigen sich ein Bier oder ein Glas Wein, während die Sonne über der Regnitz untergeht. Was viele nicht wissen: Es ist eigentlich nicht erlaubt.
"Die Erlaubnis ist zu versagen, für das Verweilen bei gleichzeitigem Alkoholgenuss außerhalb der bestimmungsgemäßen Nutzung der zugelassenen Freischankflächen im gesamten Bereich der Promenadestraße und der Oberen Sandstraße/Dominikanerstraße/Unteren Brücke/ Am Kranen einschließlich Kasernstraße, Katzenberg und Ringleinsgasse sowie auf dem Vorplatz des Postgebäudes an der Luitpoldstraße/ Ludwigstraße (Flur-Nr. 1403) sowie auf der gegenüberliegenden Seite (Flur-Nr. 1403)" heißt es im Bamberger Stadtrecht für die Benutzung des öffentlichen Verkehrsgrundes - und das teilweise schon seit dem Jahr 1972.
Bamberger Innenstadt: Beschwerden der Anwohner häufen sich
Lange wurde dieses Verbot nicht systematisch durchgesetzt. Die Stadt und die Polizei waren sich einig, dass entspannte und friedliche Publikum auf der Unteren Brücke mit Augenmaß im Blick zu behalten. Nur bei exzessiven Ausschreitungen griff die Polizei ein.
Ich möchte nicht wissen, wieviele geleerte Bier-, Wein- und Schnapsflaschen in der Regnitz liegen unterhalb der Unteren Brücke. Aber das interessiert ja die Verursacher nicht. Haben offensichtlich von Zuhause nicht mitbekommen, wie man sich benimmt. Ein Völkchen von Egoisten (antiautoritär eben erzogen).
Warum wird nicht einfach der Verkauf auf die Straße verboten ?? Finde ich besser als danach zu kontrollieren und zu bestrafen !!!
Gestern Abend erst einen Referenten der Stadt mit seinen Schlenk auf der Straße gesehen !!!
Mein Humor
Wenn Sie wissen möchten, wie die Stadt und die Polizei reagieren, oder ob sie die Quelle des Alkohols trockenlegen möchten, empfehle ich einen Blick in den Bürgerdialog der Stadt Bamberg.
(https://www.e-buergerdialog.de/e-buergerdialog/iframe/showMessage.action?messageId=5869&clientId=9&maxResults=5&iframeWidth=424&iframeFileChooserWidth=35&tab=0&page=0&searchTerm=Suchbegriff&extended=false#iframestart)
Ja, ja, die Jungen sind die Kinder der Alten und wie man sie zieht, so hat man sie.
Kinner, ihr könnt Euch bei den Extremisten und seit Wochenende auch in Stuttgart bedanken.
Andererseits: Wo sollen denn die jungen Leute, die in der Mehrheit ganz normal halt mal zusammensitzen wollen, denn hin? Erst zehntausende Studenten mit meist wenig arbeitsintensiven Fächern anlocken und dann sich nicht um ein entsprechendes Umfeld kümmern.
Aber der neue Stadtrat kann ja hier endlich mal was für die Bürger und hier für die jungen Mitbürger tun. Nur von Fahrradwegen schwafeln bringt uns hier und da nicht weiter.
Dann mal los, die Herren Bürgermeister, jetzt mal nicht Geld schäffeln sondern sich um die Nachwuchswähler kümmern!
Natürlich auch der Aufruf an die bereits erwachsene Generation, schafft Euch Eure Locations selbst. Den öffentlichen Raum einfach zu besetzen ohne Rücksicht auf Andere kann es auch nicht sein.
Ach herrje, jetzt gibts schon wieder das das Grüne-Stadtrat und Studenten-Bashing. Schade dass die Alkoholisierten nicht noch Ausländer sind, dann könnte man dagegen auch austeilen. Es sind aber wie jeder sehen kann ganz normale Bamberger und Studenten und Touristen und... Wer hier sachlich diesen Auswüchsen einen Riegel vorschieben will der untersagt schlichtweg Alkohol auf der Strasse. Beispiel Krakau mit seinen 200.000 Studenten: Alkoholverbot, alles läuft bestens ab und die Stadt hat 13,5 Mio Besucher pro Jahr, Prag z.b. hat nur 7,5 Mio . Sprich: der Tourismus in Bamberg wird NICHT leiden.