Viele kennen es: Einige Zeit nach dem Kauf fällt beim Schneiden auf, dass der Knoblauch innen grün geworden ist. Sollte man ihn noch verzehren?
Knoblauch gehört in vielen Küchen zum festen Repertoire. Das Lauchgewächs verleiht zahlreichen Gerichten ein würziges Aroma und gilt dank seiner sekundären Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe als besonders gesund. Wer Knoblauch gerne auf Vorrat kauft, kennt das Phänomen: Beim Aufschneiden zeigt sich plötzlich ein grüner Kern in der Zehe.
Das sorgt bei vielen für Verunsicherung. Ist der Knoblauch noch genießbar oder gehört er in den Müll? Die gute Nachricht vorweg: In den meisten Fällen kann man ihn bedenkenlos weiterverwenden. Doch es gibt ein paar Dinge zu beachten.
Grüner Kern im Knoblauch: Was steckt dahinter?
Bei frischem Knoblauch ist die Zehe durchgehend weiß. Erst wenn die Knolle bereits einige Zeit gelagert wird, verfärbt sich das Innere der Zehe grün, wie das Hessische Landwirtschaftsministerium erklärt. Der Grund: Der Knoblauch beginnt langsam auszutreiben. Es bildet sich ein grüner Spross, der mit der Zeit immer weiter wächst.
Anders als bei Kartoffeln ist das aber kein Grund zur Sorge. Bei keimenden Kartoffeln steigt die Menge an giftigen Glykoalkaloiden wie Solanin und Chaconin, die in hohen Dosierungen unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen können, wie Öko-Test berichtet. Für Knoblauch gelte das hingegen nicht: Der grüne Trieb sei harmlos und gesundheitlich unbedenklich.
Allerdings kann das grüne Herz holzig oder leicht bitter schmecken, wie das Hessische Landwirtschaftsministerium erklärt. Es empfiehlt sich daher, den grünen Kern vor der Zubereitung zu entfernen.
Keimenden Knoblauch nicht zu lange liegen lassen
Sobald aus der Knoblauchzehe grüne Triebe wachsen, sollte man mit der Zubereitung trotzdem nicht zu lange warten. Denn mit fortschreitender Keimung verliert das Gemüse an Geschmack und trocknet zunehmend aus, wie Öko-Test berichtet. Das liege daran, dass der Knoblauch seine Nährstoffe für die wachsenden Triebe einsetze.
Den Spross selbst kann man übrigens ebenfalls verwerten. Laut Öko-Test lasse er sich kleinschneiden und etwa als Ersatz für Bärlauch oder Frühlingszwiebeln in einen Salat mischen. Alternativ schmecke er auch auf einem Brot mit Frischkäse.