Weder eine Beziehung, noch der Wunsch nach einer eigenen Familie, noch ein Streit mit seinem Vater haben Ludwig Schick davon abgehalten, Priester zu werden. Im Podcast "Fränkischer Talk" erlaubt er seltene persönliche Einblicke.
"Gab es je einen Moment, in dem Sie die Existenz von Gott angezweifelt haben?" – Die Antwort kommt ohne jedes Zögern: "Ja. Das passiert mir heute auch noch!". Der emeritierte Bamberger Erzbischof hat im Podcast "Fränkischer Talk" sehr persönliche An- und Einsichten geteilt, aus seinem Leben erzählt und Kritik an der katholischen Kirche und an sich selbst geübt.
Zwei Jahrzehnte lang hat Prof. Ludwig Schick als Erzbischof die Katholiken im Bistum Bamberg geführt und war Metropolit der Diözesen Eichstätt, Speyer und Würzburg. An Allerheiligen 2022 hat er für viele überraschend mit sofortiger Wirkung sein Amt als Erzbischof aufgegeben. 16 Monate hat es gedauert, bis sein Nachfolger Herwig Gössl im Amt war.
Große Feste und tiefgreifende Skandale, ein Leben ohne eigene Kinder und doch eng mit seiner Familie in der Heimat verbunden, die klare Entscheidung für ein zölibatäres Leben und die Überzeugung, dass Priester durchaus Familie haben könnten: Schick erlaubt Einblicke in sein Seelenleben und an die Zeit, als er noch Arzt oder Psychologe werden wollte.
Im Podcast spricht der ehemalige Erzbischof über seine eigenen Zweifel an der Existenz Gottes, über die Missbrauchsskandale und die Folgen für die Kirche, über seine Haltung zum Zölibat für Priester und zu Frauen im Priesteramt.
Das ganze Gespräch gibt es überall, wo es gute Podcasts gibt oder hier:
Hätte da auch noch etwas kritischere Fragen:
Kann man als Ludwig Schick ruhig schlafen?
Sollten Geistliche, wie bis jetzt auch, durch andere Geistliche weiterhin gedeckt werden in Mißbrauchsgeschichten bis sie tot sind?
Denken sie sie sollten Ehrenbürger Bambergs werden?
Vielleicht wäre er lieber Arzt :-) oder Maurer geworden.