Was ist los mit der Grünen Welle auf dem Berliner Ring? Entnervte Autofahrer bemängeln, dass der Verkehr plötzlich permanent ins Stocken gerate. Die Stadt äußert sich jetzt dazu.
- Bamberg: Autofahrer vermissen Grüne Welle am Berliner Ring
- "Totale Katastrophe": Problem seit Wochen beobachtet
- Wie funktioniert die Ampelschaltung? Stadt klärt auf
Ein Abschnitt des viel befahrenen Berliner Rings in Bamberg sorgte zum Jahresende für rote Köpfe bei einigen Autofahrerinnen und Autofahrern. Zwischen dem Bereich der Dehner-Garten-Center und der Zollnerstraße schien die Grüne Welle nicht mehr zu rollen. Die Stadt hat eine Erklärung für dieses Phänomen.
Grüne Welle in Bamberg gestört - "Ampel nicht im 'Zentralen-Betrieb'"
Die Diskussion startete am Freitag (6. Januar 2023) in einer lokalen Facebook-Gruppe. "In der Vergangenheit gab es eine sogenannte Grüne Welle. Nun steht man an jeder Ampel", schreibt der Initiator. "Das geht schon seit Wochen so", kommentiert ein Mann. "Eine totale Katastrophe" ist ebenfalls zu lesen. Eine Frau stimmt zu und betont: "Aber richtig extrem ist es seit Silvester beziehungsweise Neujahr." Während der Kommentar "Also mit 140 Kilometern pro Stunde hat man eigentlich immer Grüne Welle. Hatte diesbezüglich noch keine Probleme" für Lacher sorgt, mutmaßen andere über die Funktionsweise der Ampelschaltung.
Befinden sich Sensoren im Boden oder ist sie programmiert? Ändert sich die Schaltung saisonal und kann eine Grüne Welle immer nur in einer Richtung laufen? inFranken.de hat sich daher mit einer Anfrage an die Stadt gewandt - diese spricht tatsächlich von einer Störung: "Dass die Grüne Welle zuletzt im Bereich der Pödeldorferstraße-Starkenfeldstraße/Berliner Ring nicht funktionierte, hatte den Grund, dass diese Ampel nicht im 'Zentralen-Betrieb' war. Der Defekt ist allerdings behoben, sodass die Grüne Welle wieder rollt", erklärt ein Sprecher.
Die Welle sei für die Ampelanlagen in der Zollnerstraße, Pödeldorfer Straße, Starkenfeldstraße und Moosstraße entlang des Berliner Rings vorgesehen und funktioniere in beide Richtungen. "Die Grüne Welle ist programmiert. Die Ampelanlagen laufen synchron in einem festen zeitlichen Ablauf. Sensoren sind zwar vorhanden, aber für die Anforderung der Linksabbieger", klärt er außerdem auf. Am besten durchfahre man die Grüne Welle in der jeweils vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde.
Ampelschaltung am Berliner Ring: Einsatzfahrten haben Auswirkungen auf Ampelschaltung
Die Schaltung ändere sich nicht saisonal. Sehr wohl gebe es aber eine Jahresautomatik (zum Beispiel an Feiertagen). "Auch haben zum Beispiel Einsatzfahrten der Feuerwehr Auswirkungen, da hierfür bevorrechtigte Ausrückerouten geschaltet werden", so der Sprecher. An dem betroffenen Straßenabschnitt gebe es zudem "im Prinzip fortwährend" Änderungen.
"Die Anlagen am Berliner Ring wurden innerhalb der letzten zehn Jahre auf LED-Technik umgerüstet, es wurden neue Steuergeräte eingebaut und an zwei Kreuzungen die Linksabbieger in der Hauptrichtung 'gesichert'", so der Sprecher. Dies sei aber alles unter Aufrechterhaltung der Grünen Welle geschehen und "damit ohne große Auswirkungen auf den Verkehr in Hauptrichtung".
Sowas bereitet den Stadtoberen, zumindest den Ökos oder die, die dem Grünen Bamberg angehören, doch größte Freude, wenn der motorisierte Verkehrsteilnehmer drangsaliert wird, in welcher Form auch immer. Die können sich drehen und winden wie sie wollen, da steckt aus meiner Sicht schon System dahinter, wenns nun schon am Berliner Ring "stockt".
"Beschwerden hätten die Stadt nicht erreicht."
Wie bitte? Dann soll die Stadt bitte mal auf ihrer eigenen Homepage unter "Bürgeranliegen" nachsehen. Da wurde bereits am 4.1. auf das Problem hingewiesen.
Ausreden Ausreden
was für Unsinn mit 70 km
Grüne Welle existiert nicht mehr von der Breitenau stadteinwärts, jedesmal rote Ampel
klar, hat keiner gemerkt bis jetzt, das ist so typisch für diese Stadtverwaltung
Genau das Problem besteht vielerorts. Und genau das sorgt für höheren Spritverbrauch. Nicht Tempolimit einführen, sondern dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss flüssiger abläuft!
JA und NEIN...

... vielleicht führt das aber auch dazu, dass manche nicht mehr zwischen den Ampeln erst stark beschleunigen und dann stark abbremsen, aber diese Diskussion ist müßig
Fest steht, je komfortabler Autofahren gemacht wird, desto mehr Verkehr wird es geben. Und das wollen wir doch nicht